Neuromuskuläre Feedbacktherapie: Exoskelett-Evidenz
Hintergrund
Eine Querschnittlähmung führt zu schwerwiegenden motorischen und sensiblen Ausfällen. Die neuromuskuläre Feedbacktherapie, beispielsweise durch den Einsatz von robotergestützten Exoskeletten (wie dem Hybrid Assistive Limb, HAL), zielt darauf ab, die Gehfähigkeit und andere Körperfunktionen bei Betroffenen zu verbessern.
Der IQWiG-Bericht E22-01 (Addendum zum Auftrag E21-08) überprüft die Aussagen zum Potenzial dieser Methode gemäß § 137e SGB V. Ziel der Untersuchung war es festzustellen, ob neue Studien existieren, die den Nutzen der Methode bereits hinreichend belegen oder das bisher festgestellte Potenzial infrage stellen.
Da es sich bei diesem Dokument um eine methodische Potenzialbewertung und nicht um eine klinische Behandlungsleitlinie handelt, fokussiert sich diese Zusammenfassung auf die Einschlusskriterien und die Ergebnisse der Evidenzrecherche.
💡Praxis-Tipp
Da die neuromuskuläre Feedbacktherapie bei chronischer Querschnittlähmung laut IQWiG weiterhin als Methode mit Erprobungspotenzial eingestuft wird, kann eine Teilnahme an entsprechenden klinischen Studien für geeignete Personen mit motorischen Restfunktionen erwogen werden. Ein abschließender, evidenzbasierter Nutzennachweis für den routinemäßigen Einsatz steht jedoch noch aus.
Häufig gestellte Fragen
Die Therapie zielt darauf ab, die Gehfähigkeit sowie Körperfunktionen wie die Blasen- und Darmfunktion zu verbessern. Der IQWiG-Bericht schließt hierbei Personen mit chronischer Rückenmarksverletzung und motorischen Restfunktionen ein.
Ein abschließender Nutzennachweis liegt laut Bericht noch nicht vor. Die Methode besitzt jedoch ein bestätigtes Erprobungspotenzial gemäß § 137e SGB V.
Die untersuchte Population umfasst Personen, deren Querschnittlähmung seit mindestens 6 Monaten besteht. Eine zentrale Voraussetzung ist das Vorhandensein von motorischen Restfunktionen an den unteren Extremitäten.
Die aktuelle Recherche des Instituts ergab keine neuen abgeschlossenen oder laufenden Studien. Die Bewertung stützt sich weiterhin auf die Daten der Vorbewertung E21-08.
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Quelle: IQWiG E22-01: Neuromuskuläre Feedbacktherapie bei Querschnittlähmung (Addendum zum Auftrag E21-08) (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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