Elektromagnetische Felder bei Knochenheilung: IQWiG
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist ein Addendum zum Auftrag E17-08. Er untersucht das Potenzial pulsierender elektromagnetischer Felder (PEMF) bei Knochenheilungsstörungen.
Ziel der Untersuchung war es festzustellen, ob neue relevante Studien oder Dokumente existieren, die in der vorherigen Potenzialbewertung noch nicht berücksichtigt wurden.
Es wurde geprüft, ob die Methode unter Berücksichtigung eventueller neuer Daten weiterhin das Potenzial für eine Behandlungsalternative bietet. Zudem wurde nach laufenden Studien gesucht, die in naher Zukunft Erkenntnisse zum Nutzen liefern könnten.
Empfehlungen
Der IQWiG-Bericht formuliert keine direkten klinischen Empfehlungen, sondern bewertet die Evidenzlage. Die Methodik und Ergebnisse gliedern sich wie folgt:
Einschlusskriterien für Studien
Für die systematische Literaturrecherche wurden strikte Kriterien definiert. Es wurden ausschließlich randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) eingeschlossen, die folgende Parameter untersuchten:
| Kriterium | Spezifikation |
|---|---|
| Population | Patientinnen und Patienten mit Knochenheilungsstörung der langen Röhrenknochen |
| Prüfintervention | Nicht invasive Applikation von PEMF im Bereich der Störung (täglich über Stunden/Wochen) |
| Vergleichsintervention | Konservative Therapie oder Scheinbehandlung |
| Endpunkte | Frakturheilung, Schmerz bei Belastung, Vermeidung einer Spongiosaplastik |
Ergebnisse der Informationsbeschaffung
Die systematische Suche in Literaturdatenbanken und Studienregistern bis März 2018 ergab kaum neue Erkenntnisse.
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Es wurde lediglich ein zusätzliches Dokument zu einer bereits bekannten Studie identifiziert.
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Dieser Studienregistereintrag enthielt keine neuen relevanten Informationen für die Potenzialbewertung.
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Es wurden keine zusätzlichen abgeschlossenen oder laufenden Studien gefunden, die den Nachweis eines Nutzens liefern könnten.
Fazit der Potenzialbewertung
Das IQWiG kommt zu dem Schluss, dass die Methode der pulsierenden elektromagnetischen Felder bei Knochenheilungsstörungen weiterhin Potenzial besitzt. Die bisherige Einschätzung aus dem Hauptbericht bleibt somit unverändert bestehen.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht zeigt, dass pulsierende elektromagnetische Felder bei verzögerter Knochenbruchheilung zwar als Methode mit Potenzial eingestuft werden, ein abschließender Nutzennachweis durch neue Studien jedoch weiterhin aussteht. In der Praxis wird darauf hingewiesen, dass die Anwendung primär als Zusatzbehandlung zu einer konservativen Therapie erfolgt.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht besitzt die Methode der pulsierenden elektromagnetischen Felder (PEMF) weiterhin das Potenzial für einen patientenrelevanten Nutzen. Ein abschließender Nachweis durch neue Studien steht jedoch noch aus.
Die systematische Literaturrecherche des IQWiG bis März 2018 ergab keine neuen abgeschlossenen oder laufenden randomisierten Studien. Es wurde lediglich ein Registereintrag zu einer bereits bekannten Studie gefunden.
Die bewerteten Studien untersuchten die nicht invasive Applikation von PEMF bei verzögerter Knochenbruchheilung der langen Röhrenknochen. Sie wird dabei als Zusatzbehandlung zu einer konservativen Therapie eingesetzt.
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Quelle: IQWiG E18-01: Pulsierende elektromagnetische Felder bei Knochenheilungsstörungen - Addendum zum Auftrag E17-08 (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.