IQWiG2023Chirurgie

Magnetische Sphinkter-Augmentation: Indikation bei GERD

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht E21-06 bewertet das Potenzial der magnetischen Sphinkter-Augmentation (MSA) bei der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD). Das Verfahren nutzt ein laparoskopisch implantiertes, ringförmiges Magnetband, um die Verschlussfunktion des unteren Ösophagussphinkters zu unterstützen.

Die Bewertung unterscheidet zwei Zielgruppen. Population A umfasst Personen mit nachgewiesener GERD, bei denen eine maximale konservativ-medikamentöse Refluxtherapie unzureichend wirkt. Für diese Gruppe stellt die laparoskopische Fundoplicatio (LF) die operative Standardtherapie dar.

Population B beinhaltet Betroffene, bei denen aufgrund einer Voroperation an Magen oder Speiseröhre, wie etwa einer Schlauchmagenbildung, eine Fundoplicatio nicht infrage kommt. Hier gelten andere operative Verfahren wie der Roux-en-Y-Magenbypass als Vergleichsintervention.

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass die magnetische Sphinkter-Augmentation im Vergleich zur Fundoplicatio mit einer geringeren Rate an postoperativen Komplikationen bezüglich der Unfähigkeit aufzustoßen oder zu erbrechen einhergeht. Es wird jedoch betont, dass die Indikationsstellung streng erfolgen muss, da für Patientengruppen mit bariatrischen Voroperationen oder großen Hiatushernien aktuell kein Nutzenbeleg existiert.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht bleibt bei der MSA die physiologische Fähigkeit zum Aufstoßen und Erbrechen signifikant häufiger erhalten. Zudem wird eine kürzere postoperative Krankenhausverweildauer beobachtet.

Der Bericht leitet für diese Patientengruppe aktuell kein Potenzial für die Methode ab. Als etablierte operative Alternative bei persistierender GERD nach Schlauchmagenbildung wird stattdessen der Roux-en-Y-Magenbypass genannt.

Die Indikation erfordert eine nachgewiesene gastroösophageale Refluxkrankheit mittels pH-Metrie sowie den Nachweis eines insuffizienten unteren Ösophagussphinkters. Zudem muss eine maximale konservativ-medikamentöse Therapie im Vorfeld erfolglos geblieben sein.

Der Bericht weist darauf hin, dass die Durchführung einer Magnetresonanztomografie nach einer MSA nur eingeschränkt möglich ist. Dies wird als relevanter Faktor für die Aufklärung und die Wahl des Operationsverfahrens beschrieben.

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Quelle: IQWiG E21-06: Magnetische Sphinkter-Augmentation bei gastro-ösophagealer Refluxkrankheit (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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