Malignes Melanom: PET/CT bei Primärstaging und Rezidiv
Hintergrund
Das maligne Melanom macht zwar nur 5 % aller Hautkrebserkrankungen aus, ist jedoch für die Mehrzahl der durch Hautkrebs bedingten Todesfälle verantwortlich. Der Verlauf der Erkrankung wird maßgeblich durch das Stadium bei der Erstdiagnose bestimmt.
Bei bereits metastasierten Melanomen liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei unter 10 %. Zu den wesentlichen Risikofaktoren zählen ein heller Hauttyp, das Vorliegen von Leberflecken, familiäre Dispositionen sowie UV-Strahlung und Sonnenbrände.
Der vorliegende Bericht des IQWiG untersucht den patientenrelevanten Nutzen sowie die diagnostische und prognostische Güte der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und PET/CT. Der Fokus liegt dabei auf dem Primärstaging und der Rezidivdiagnostik.
💡Praxis-Tipp
Laut IQWiG-Bericht ist die Sensitivität der PET und PET/CT bei Melanomen in frühen Stadien (AJCC I und II) oft sehr gering. Es wird darauf hingewiesen, dass sich in direkten Vergleichen kaum Unterschiede in der diagnostischen Güte zwischen der PET und der herkömmlichen CT zeigten. Ein routinemäßiger Einsatz der PET zur reinen Primärdiagnostik früher Stadien lässt sich aus der aktuellen Evidenzlage nicht begründen.
Häufig gestellte Fragen
Der IQWiG-Bericht konnte keine gesicherte Überlegenheit der PET oder PET/CT gegenüber der herkömmlichen Computertomographie feststellen. In direkten Vergleichsstudien zeigten sich kaum Unterschiede in der diagnostischen Güte.
Bei Melanomen im niedrigen Ausbreitungsstadium (AJCC I und II) ist die Sensitivität der PET laut Bericht oft sehr gering und lag in mehreren Studien zwischen 0 % und 17 %. Die Spezifität ist in diesen Stadien mit 77 % bis 100 % hingegen deutlich höher.
Ein patientenrelevanter Nutzen, wie etwa eine verringerte Mortalität durch den Einsatz der PET, ist laut IQWiG nicht belegt. Es fehlen entsprechende vergleichende Studien zu diesen Endpunkten.
Der Bericht konnte keine verlässlichen Aussagen zur Rezidivdiagnostik treffen. Die Evidenzbasis war mit nur einer identifizierten Studie und sehr geringer Fallzahl unzureichend.
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Quelle: IQWiG D06-01F: Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei malignem Melanom (IQWiG, 2011). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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