Tislelizumab bei NSCLC: Erstlinie und Indikation
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Tislelizumab (Tevimbra) in der Erstlinienbehandlung des plattenepithelialen nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC). Die Bewertung bezieht sich auf erwachsene Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittener oder metastasierter Erkrankung.
Voraussetzung für diese Therapieoption ist, dass die Betroffenen nicht für eine chirurgische Resektion oder eine platinbasierte Radiochemotherapie infrage kommen. Tislelizumab wird in diesem Anwendungsgebiet in Kombination mit Carboplatin und entweder Paclitaxel oder nab-Paclitaxel eingesetzt.
💡Praxis-Tipp
Bei der Therapie mit Tislelizumab wird eine engmaschige Überwachung auf immunvermittelte Nebenwirkungen empfohlen. Beim Auftreten entsprechender Toxizitäten ist je nach Schweregrad ein Aussetzen oder dauerhaftes Absetzen der Therapie indiziert. Zudem wird in diesen Fällen häufig der Einsatz von systemischen Kortikosteroiden erforderlich.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen für Tislelizumab in der Erstlinientherapie des plattenepithelialen NSCLC nicht belegt. Es lagen keine geeigneten Studiendaten für den direkten Vergleich mit der vom G-BA festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie vor.
Die empfohlene Dosis beträgt 200 mg als intravenöse Infusion alle 3 Wochen. Die Therapie erfolgt in Kombination mit einer Chemotherapie bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten einer inakzeptablen Toxizität.
Die erste Infusion wird über einen Zeitraum von 60 Minuten verabreicht. Wenn diese gut vertragen wird, können alle nachfolgenden Infusionen über 30 Minuten erfolgen.
Je nach Schweregrad der Nebenwirkung wird ein Aussetzen oder dauerhaftes Absetzen der Therapie empfohlen. Zur Behandlung der immunvermittelten Reaktionen ist häufig der Einsatz von systemischen Kortikosteroiden indiziert.
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Quelle: IQWiG A24-126: Tislelizumab (plattenepitheliales NSCLC, Erstlinie) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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