Relugolix bei Prostatakarzinom: Indikation und Therapie
Hintergrund
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einem Addendum (A23-13) ergänzende Daten zur Nutzenbewertung von Relugolix bei fortgeschrittenem hormonsensitivem Prostatakarzinom bewertet.
Die Bewertung fokussiert sich auf die Patientengruppe, für die eine lokale Therapie nicht mehr infrage kommt (Fragestellung 2). Als Vergleichstherapie diente Leuprorelin im Rahmen der HERO-Studie.
Der pharmazeutische Unternehmer reichte im Stellungnahmeverfahren zusätzliche Analysen zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität, Symptomatik sowie zu kardiovaskulären Ereignissen (MACE) nach.
💡Praxis-Tipp
Das IQWiG weist darauf hin, dass Relugolix in der HERO-Studie zwar mit einer geringeren Rate an schweren kardiovaskulären Ereignissen (MACE) assoziiert war als Leuprorelin. Aufgrund fehlender unabhängiger Überprüfung (Adjudizierung) dieser Ereignisse und methodischer Schwächen wird dieser Vorteil jedoch als nicht ausreichend für die Ableitung eines Gesamtzusatznutzens bewertet.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG ist für Patienten mit fortgeschrittenem hormonsensitivem Prostatakarzinom, für die eine lokale Therapie nicht infrage kommt, kein Zusatznutzen von Relugolix gegenüber der Vergleichstherapie belegt.
Die Daten zeigen einen Anhaltspunkt für einen geringeren Schaden (weniger MACE-Ereignisse) unter Relugolix im Vergleich zu Leuprorelin. Das Ausmaß ist laut IQWiG jedoch aufgrund methodischer Mängel nicht quantifizierbar.
Die Auswertungen der EORTC-Fragebögen zeigen laut IQWiG keine relevanten Unterschiede in der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zwischen den beiden Wirkstoffen. Lediglich bei der Diarrhö gab es einen marginalen Nachteil für Relugolix.
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Quelle: IQWiG A23-13: Relugolix (Prostatakarzinom) – Addendum zum Auftrag A22-108 (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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