IQWiG2018Infektiologie

BIC/FTC/TAF bei HIV: Wirksamkeit und Nebenwirkungen

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG (A18-77) aus dem Jahr 2018 ist ein Addendum zur Nutzenbewertung der Fixkombination Bictegravir/Emtricitabin/Tenofoviralafenamid (BIC/FTC/TAF). Er evaluiert den Einsatz bei Erwachsenen, die mit dem humanen Immundefizienzvirus Typ 1 (HIV-1) infiziert sind.

Die Bewertung unterscheidet zwischen therapienaiven und vorbehandelten Personen. Für die Analyse wurden Daten aus fünf randomisierten kontrollierten Studien herangezogen, darunter Nachreichungen zu 96-Wochen-Daten und zum HIV-Symptom-Index.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie diente bei therapienaiven Personen Dolutegravir oder Rilpivirin in Kombination mit zwei Nukleosid-/Nukleotidanaloga. Bei vorbehandelten Personen wurde die Fortführung der individuellen antiretroviralen Vortherapie als Vergleichsmaßstab angesetzt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass unter der Therapie mit BIC/FTC/TAF vermehrt Schmerzen in den Extremitäten auftreten können. Gleichzeitig wird eine geringere Rate an gastrointestinalen Beschwerden, insbesondere Übelkeit, im Vergleich zur Kontrollgruppe beschrieben. Es wird nahegelegt, diese spezifischen Nebenwirkungsprofile bei der Therapieentscheidung zu berücksichtigen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von BIC/FTC/TAF bei therapienaiven Erwachsenen nicht belegt. Es zeigten sich keine relevanten Vorteile bei Mortalität, Morbidität oder Lebensqualität gegenüber der Vergleichstherapie.

Der Bericht belegt einen geringeren Schaden im Bereich der gastrointestinalen Erkrankungen. Insbesondere das Symptom Übelkeit trat unter der Fixkombination signifikant seltener auf als unter der Vergleichstherapie.

Ja, die Auswertung zeigt einen Beleg für einen höheren Schaden bezüglich Schmerzen in den Extremitäten. Andere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse zeigten in der Gesamtschau keine eindeutigen Nachteile.

Für vorbehandelte Frauen mit einer Umstellungsindikation sieht der Bericht einen Hinweis auf einen geringeren Nutzen. Bei Männern in der gleichen Situation ist ein Zusatznutzen laut Auswertung nicht belegt.

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Quelle: IQWiG A18-77: Bictegravir/Emtricitabin/Tenofoviralafenamid (HIV-Infektion) - Addendum zum Auftrag A18-43 (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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