Daclatasvir (HCV): Indikation und Therapieempfehlung
Hintergrund
Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf der frühen Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2014. Bewertet wird der Wirkstoff Daclatasvir zur Behandlung der chronischen Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (CHC) bei Erwachsenen.
Daclatasvir ist ein direkt antiviral wirkendes Medikament, das immer in Kombination mit anderen Arzneimitteln wie Sofosbuvir oder Peginterferon und Ribavirin eingesetzt wird. Ziel der Therapie ist das dauerhafte virologische Ansprechen (SVR), was einer Heilung der Infektion entspricht.
Der Bericht untersucht den medizinischen Zusatznutzen von Daclatasvir im Vergleich zur vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie. Die Bewertung fokussiert sich auf Patienten mit den Hepatitis-C-Genotypen 1, 3 und 4.
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Aspekt bei der Verordnung von Daclatasvir ist das hohe Potenzial für Arzneimittelinteraktionen über das Cytochrom-P450-System. Es wird dringend empfohlen, die Begleitmedikation zu prüfen, da die Daclatasvir-Dosis bei starken CYP3A4-Inhibitoren halbiert und bei moderaten CYP3A4-Induktoren auf 90 mg erhöht werden muss.
Häufig gestellte Fragen
Laut der IQWiG-Nutzenbewertung ist ein Zusatznutzen für Daclatasvir bei den Genotypen 1, 3 und 4 nicht belegt. Die eingereichten Daten waren entweder methodisch ungeeignet oder fehlten vollständig.
Die Standarddosis beträgt 60 mg einmal täglich. Der Wirkstoff muss immer in Kombination mit anderen antiviralen Medikamenten eingenommen werden.
Gemäß der zitierten Fachinformation ist keine Dosisanpassung aufgrund der Nierenfunktion erforderlich. Auch bei eingeschränkter Leberfunktion oder im Alter bleibt die Standarddosis bestehen.
Daclatasvir interagiert stark mit dem CYP3A4-Enzymsystem. Bei gleichzeitiger Gabe von starken CYP3A4-Inhibitoren ist eine Dosisreduktion auf 30 mg erforderlich, bei moderaten Induktoren eine Erhöhung auf 90 mg.
Das Medikament soll während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Es wird eine hochwirksame Empfängnisverhütung während der Therapie und bis 5 Wochen nach Behandlungsende empfohlen.
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Quelle: IQWiG A14-31: Daclatasvir - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung) (IQWiG, 2014). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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