Herpes Zoster & PZN: Diagnostik und Schmerzmanagement

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Zoster (Gürtelrose) entsteht durch die Reaktivierung des latent persistierenden Varicella-Zoster-Virus (VZV). Die Erkrankung tritt in jedem Lebensalter auf, zeigt jedoch ab dem 50. Lebensjahr einen signifikanten Inzidenzanstieg.

Eine nachlassende zelluläre Immunität durch Alterungsprozesse oder Immunsuppression begünstigt die Virusreaktivierung. Typisch ist ein unilateraler, dermatomaler Hautausschlag mit gruppierten Bläschen, dem oft ein schmerzhaftes Prodromalstadium vorausgeht.

Die häufigste Komplikation ist die postzosterische Neuralgie (PZN), definiert als Schmerzpersistenz von mehr als drei Monaten nach Abheilung. Weitere Risiken umfassen Augen- und Ohrenbeteiligungen sowie vaskuläre Komplikationen wie Schlaganfälle.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, bei einem Zoster ophthalmicus topische Steroide ohne parallele antivirale Therapie anzuwenden, da dies die Virusreplikation fördern und eine akute retinale Nekrose auslösen kann. Zudem wird betont, dass bei Zoster-Erkrankten unter 50 Jahren an eine unerkannte HIV-Infektion gedacht und eine entsprechende Testung durchgeführt werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine antivirale Therapie unter anderem für alle Personen ab 50 Jahren, bei Befall im Kopf-Hals-Bereich, bei starken Schmerzen sowie bei Immunsuppression empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt bei nozizeptiven Schmerzen Analgetika nach dem WHO-Stufenschema. Bei neuropathischen Schmerzkomponenten wird der frühzeitige Einsatz von Antikonvulsiva wie Pregabalin oder Gabapentin empfohlen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Zosterläsionen bis zur vollständigen Verkrustung der Bläschen infektiös sind. Die Übertragung erfolgt primär durch direkten Kontakt mit dem Bläscheninhalt.

Die Leitlinie empfiehlt keine routinemäßige Tumorsuche, die allein auf einer klinisch typisch verlaufenden Zoster-Erkrankung beruht.

Bei unkompliziertem Verlauf wird keine antivirale Therapie empfohlen. Bei komplizierten Verläufen empfiehlt die Leitlinie den Einsatz von intravenösem Aciclovir nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung.

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Quelle: Diagnostik und Therapie des Zoster und der Postzosterneuralgie (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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