G-BA2018

Venetoclax bei CLL: G-BA Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel fasst den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus dem Jahr 2019 zur Nutzenbewertung von Venetoclax (Venclyxto®) zusammen. Es handelt sich um eine Neubewertung, die nach der Aufhebung des Orphan-Drug-Status für den Wirkstoff erforderlich wurde.

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist eine maligne Erkrankung des lymphatischen Systems. Venetoclax wird in diesem Kontext als zielgerichtete Monotherapie eingesetzt, insbesondere wenn andere Behandlungsoptionen ausgeschöpft sind oder genetische Hochrisikofaktoren vorliegen.

Da der vorliegende Quelltext primär administrative Rahmendaten des G-BA-Verfahrens enthält, beschränkt sich diese Zusammenfassung auf die zugelassenen Anwendungsgebiete der Monotherapie.

Empfehlungen

Der G-BA definiert spezifische Patientengruppen, für die Venetoclax als Monotherapie zugelassen und bewertet ist. Die Anwendung beschränkt sich auf erwachsene Personen mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL).

Patienten mit genetischen Hochrisikofaktoren

Bei Vorliegen einer 17p-Deletion oder TP53-Mutation ist die Monotherapie in folgenden Situationen indiziert:

  • Wenn eine Behandlung mit einem Inhibitor des B-Zell-Rezeptor-Signalwegs nicht geeignet ist.

  • Wenn unter einem Inhibitor des B-Zell-Rezeptor-Signalwegs ein Therapieversagen aufgetreten ist.

Patienten ohne genetische Hochrisikofaktoren

Für Personen ohne 17p-Deletion oder TP53-Mutation gelten strengere Vorbedingungen für den Einsatz. Hier wird Venetoclax laut Beschluss angewendet, wenn ein Therapieversagen unter zwei spezifischen Vortherapien auftrat:

  • Nach einer Chemoimmuntherapie.

  • Nach der Behandlung mit einem Inhibitor des B-Zell-Rezeptor-Signalwegs.

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💡Praxis-Tipp

Vor dem Einsatz von Venetoclax als Monotherapie ist eine präzise molekulargenetische Diagnostik unerlässlich. Der G-BA-Beschluss knüpft die Indikationsstellung strikt an den Nachweis oder Ausschluss einer 17p-Deletion beziehungsweise TP53-Mutation sowie an die exakte Vortherapie.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA-Beschluss wird Venetoclax (Venclyxto) als Monotherapie ausschließlich bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) angewendet.

Bei einer 17p-Deletion oder TP53-Mutation ist das Medikament indiziert, wenn Inhibitoren des B-Zell-Rezeptor-Signalwegs nicht geeignet sind oder darunter ein Therapieversagen auftrat.

Ja, bei Personen ohne 17p-Deletion oder TP53-Mutation kann Venetoclax eingesetzt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass zuvor sowohl unter Chemoimmuntherapie als auch unter einem B-Zell-Rezeptor-Inhibitor ein Therapieversagen verzeichnet wurde.

Es handelt sich um eine reguläre Neubewertung des Wirkstoffs. Diese wurde rechtlich notwendig, nachdem der sogenannte Orphan-Drug-Status (Status als Medikament für seltene Leiden) für Venetoclax aufgehoben wurde.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Venetoclax (Bewertung nach Aufhebung des Orphan Drug-Status: Chronische lymphatische Leukämie, Monotherapie) (G-BA, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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