G-BA2022

Upadacitinib bei nr-axSpA: G-BA Beschluss

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung des Wirkstoffs Upadacitinib (Handelsname Rinvoq). Das Verfahren zu diesem neuen Anwendungsgebiet wurde im Februar 2023 offiziell abgeschlossen.

Die axiale Spondyloarthritis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Muskel-Skelett-Systems. Bei der nicht-röntgenologischen Form (nr-axSpA) lassen sich die Entzündungen im Iliosakralgelenk oder der Wirbelsäule noch nicht im konventionellen Röntgenbild, wohl aber im MRT oder durch Laborwerte nachweisen.

Upadacitinib wird in diesem Zusammenhang als zielgerichtete Therapieoption bewertet, wenn etablierte Standardtherapien nicht den gewünschten klinischen Erfolg erbringen.

Empfehlungen

Der G-BA-Beschluss definiert das genaue Anwendungsgebiet für den Einsatz von Upadacitinib bei der nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis.

Zugelassene Indikation

Laut Dokument wird Upadacitinib für erwachsene Personen mit aktiver nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis angewendet. Für eine indikationsgerechte Verordnung müssen dabei folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Es liegen objektive Anzeichen einer Entzündung vor.

  • Diese Entzündung ist durch ein erhöhtes C-reaktives Protein (CRP) und/oder durch einen Nachweis in der Magnetresonanztomografie (MRT) belegt.

  • Es besteht ein unzureichendes Ansprechen auf eine vorherige Therapie mit nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR).

Stellenwert der Therapie

Das Dokument ordnet den Wirkstoff in die medikamentöse Behandlungskaskade nach dem Versagen von NSAR ein. Die Festlegung der zweckmäßigen Vergleichstherapie und das Ausmaß des Zusatznutzens sind in den tragenden Gründen des Beschlusses vom 16.02.2023 detailliert hinterlegt.

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💡Praxis-Tipp

Laut G-BA-Beschluss ist vor dem Einsatz von Upadacitinib bei der nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis zwingend ein objektiver Entzündungsnachweis erforderlich. Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Nachweis entweder laborchemisch über das CRP oder bildgebend mittels MRT erbracht werden muss und zudem ein Therapieversagen unter NSAR klar dokumentiert sein sollte.

Häufig gestellte Fragen

Das Dokument beschreibt die Nutzenbewertung für die Behandlung der aktiven nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis (nr-axSpA) bei Erwachsenen.

Laut Beschluss richtet sich die Therapie an Personen, die zuvor unzureichend auf nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) angesprochen haben.

Es werden objektive Anzeichen einer Entzündung gefordert. Diese müssen gemäß dem Dokument durch ein erhöhtes C-reaktives Protein (CRP) und/oder durch einen MRT-Befund belegt sein.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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