G-BA2020

Olaparib bei Ovarialkarzinom: G-BA Nutzenbewertung

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat ein Nutzenbewertungsverfahren zum Wirkstoff Olaparib (Handelsname Lynparza) durchgeführt. Es geht um ein neues Anwendungsgebiet in der gynäkologischen Onkologie.

Konkret wird der Einsatz als Erhaltungstherapie bei fortgeschrittenen Karzinomen der Eierstöcke, der Eileiter oder des primären Peritoneums bewertet. Die Therapie erfolgt in Kombination mit Bevacizumab.

Laut Dokument wurden die in diesem spezifischen Verfahren gefassten Beschlüsse (ursprünglich vom Juni 2021) durch eine spätere Neubewertung nach Fristablauf im November 2022 aufgehoben und ersetzt.

Empfehlungen

Der Beschluss definiert präzise Kriterien für den Einsatz von Olaparib in Kombination mit Bevacizumab. Es wird für die Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen angewendet.

Anwendungsgebiet

Folgende Voraussetzungen müssen für die Indikationsstellung erfüllt sein:

  • Vorliegen eines fortgeschrittenen (FIGO-Stadien III und IV) high-grade epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder primären Peritonealkarzinoms

  • Abgeschlossene Platin-basierte Erstlinien-Chemotherapie in Kombination mit Bevacizumab

  • Vollständiges oder partielles Ansprechen auf diese Erstlinientherapie

  • Nachweis eines positiven Status der homologen Rekombinations-Defizienz (HRD) im Tumor

Definition des HRD-Status

Die Feststellung des HRD-Status ist für die Therapieentscheidung zwingend erforderlich. Ein HRD-positiver Status liegt vor, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Nachweis einer BRCA1-Mutation

  • Nachweis einer BRCA2-Mutation

  • Vorliegen einer genomischen Instabilität

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💡Praxis-Tipp

Laut G-BA-Beschluss ist die Kombinationstherapie aus Olaparib und Bevacizumab streng an den vorherigen Therapieerfolg geknüpft. Es wird vorausgesetzt, dass vor Beginn der Erhaltungstherapie ein zumindest partielles Ansprechen auf die Platin-basierte Erstlinien-Chemotherapie dokumentiert wurde. Zudem stellt die Testung auf den HRD-Status (BRCA-Mutation oder genomische Instabilität) eine zwingende Voraussetzung für die Indikationsstellung dar.

Häufig gestellte Fragen

Gemäß dem Beschluss wird Olaparib bei fortgeschrittenen Tumoren der FIGO-Stadien III und IV eingesetzt. Dies betrifft Ovarialkarzinome, Eileiterkarzinome und primäre Peritonealkarzinome.

Ein HRD-positiver Status wird laut Dokument entweder durch eine BRCA1/2-Mutation oder durch genomische Instabilität definiert. Der Nachweis ist für die Verordnung zwingend erforderlich.

Die Erhaltungstherapie mit Olaparib erfolgt in diesem Anwendungsgebiet in Kombination mit Bevacizumab. Dies setzt voraus, dass Bevacizumab bereits Teil der Erstlinien-Chemotherapie war.

Der Quelltext weist darauf hin, dass die Beschlüsse dieses Verfahrens durch eine Neubewertung nach Fristablauf im November 2022 aufgehoben wurden. Es wird auf das aktuellere Verfahren verwiesen.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Olaparib (Neues Anwendungsgebiet: Ovarialkarzinom, Eileiterkarzinom oder primäres Peritonealkarzinom, FIGO-Stadien III und IV (G-BA, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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