Olaparib (BRCA1/2): Indikation bei HER2- Mammakarzinom
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Januar 2020 einen Beschluss zur Nutzenbewertung des Wirkstoffs Olaparib (Handelsname Lynparza) gefasst. Dieses Verfahren bezieht sich auf ein neues Anwendungsgebiet in der gynäkologischen Onkologie.
Olaparib ist ein PARP-Inhibitor, der in der zielgerichteten Krebstherapie eingesetzt wird. Die vorliegende Bewertung fokussiert sich auf die Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinoms.
Eine zentrale Voraussetzung für den Einsatz in dieser Indikation ist das Vorliegen spezifischer genetischer Veränderungen. Konkret handelt es sich um Mutationen in den Genen BRCA1 oder BRCA2, die in der Keimbahn nachgewiesen werden müssen.
💡Praxis-Tipp
Bei der Indikationsstellung für Olaparib ist laut Dokument zwingend auf den Hormonrezeptor-Status zu achten. Bei HR-positiven Tumoren wird der Einsatz erst nach einem Progress unter endokriner Therapie oder bei fehlender Eignung für diese Behandlungsform als zweckmäßig eingestuft.
Häufig gestellte Fragen
Laut G-BA wird Olaparib bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, HER2-negativem Mammakarzinom eingesetzt. Voraussetzung ist zudem der Nachweis einer BRCA1/2-Keimbahnmutation.
Das Dokument fordert eine vorherige Behandlung mit einem Anthrazyklin und einem Taxan. Dies kann im (neo)adjuvanten oder metastasierten Setting erfolgt sein.
Ja, ein Einsatz ist möglich. Es wird jedoch vorausgesetzt, dass zuvor eine Krankheitsprogression unter endokriner Therapie stattfand oder eine solche Therapie nicht geeignet ist.
Nein, der Beschluss spezifiziert den Einsatz von Olaparib (Lynparza) in dieser Indikation ausdrücklich als Monotherapie.
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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Olaparib (neues Anwendungsgebiet: Mammakarzinom, BRCA1/2-Mutationen, HER2-) (G-BA, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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