G-BA2021

Angiotensin-II-Acetat bei Hypotonie: G-BA Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf der Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus dem Jahr 2022 zum Wirkstoff Angiotensin-II-Acetat (Handelsname Giapreza). Das Verfahren bewertet den therapeutischen Nutzen des Medikaments im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ein septischer oder distributiver Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der durch einen massiven Blutdruckabfall gekennzeichnet ist. Wenn Standardtherapien nicht ausreichen, spricht man von einer refraktären Hypotonie.

In solchen Fällen werden zusätzliche medikamentöse Optionen benötigt, um den Blutdruck zu stabilisieren und die Organperfusion aufrechtzuerhalten. Angiotensin-II-Acetat stellt in diesem Kontext einen therapeutischen Ansatz dar.

Empfehlungen

Der G-BA definiert in seinem Beschluss das genaue Anwendungsgebiet für den Wirkstoff.

Zugelassene Indikation

Laut Dokument ist Angiotensin-II-Acetat (Giapreza) für folgende klinische Situation indiziert:

  • Behandlung der refraktären Hypotonie bei Erwachsenen.

  • Vorliegen eines septischen oder anderen distributiven Schocks.

  • Fortbestehen der Hypotonie trotz angemessener Volumenreanimation.

  • Vorangegangene, nicht ausreichende Anwendung von Katecholaminen oder anderen verfügbaren gefäßverengenden Therapien.

Status des Verfahrens

Das Nutzenbewertungsverfahren wurde am 06.01.2022 mit einem entsprechenden Beschluss abgeschlossen. Die Festlegungen sind in der Arzneimittel-Richtlinie (Anlage XII) verankert.

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💡Praxis-Tipp

Laut G-BA-Dokument ist Angiotensin-II-Acetat nicht als Primärtherapie vorgesehen. Es wird darauf hingewiesen, dass der Einsatz erst nach adäquater Volumengabe und dem erfolglosen Einsatz von Katecholaminen oder anderen Vasopressoren indiziert ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA ist das Medikament für Erwachsene mit septischem oder anderem distributivem Schock indiziert. Voraussetzung ist das Vorliegen einer refraktären Hypotonie.

Der Einsatz ist gemäß Dokument erst indiziert, wenn Betroffene trotz angemessener Volumentherapie hypotensiv bleiben. Zudem muss zuvor eine Therapie mit Katecholaminen oder anderen gefäßverengenden Therapien erfolgt sein.

Das Nutzenbewertungsverfahren wurde laut G-BA am 06.01.2022 offiziell abgeschlossen. Die Ergebnisse und tragenden Gründe sind in der Anlage XII der Arzneimittel-Richtlinie dokumentiert.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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