DrugBank Open DataReference Database2026CardiovascularAllgemeinmedizinPharmakologie

Furosemid: Dosierung, Indikation und Wechselwirkungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Profil der DrugBank-Datenbank. Furosemid ist ein stark wirksames Schleifendiuretikum, das in der kardiovaskulären Medizin häufig eingesetzt wird.

Der Wirkstoff hemmt den Na+/K+/2Cl--Kotransporter in der Henle-Schleife der Nieren, was zu einer ausgeprägten Diurese führt. Zusätzlich besitzt Furosemid einen venodilatierenden Effekt, der besonders bei der intravenösen Gabe bei Herzinsuffizienz für eine rasche Entlastung sorgt.

Die Pharmakokinetik zeichnet sich durch eine variable orale Bioverfügbarkeit von 50 bis 70 Prozent aus. Der Wirkeintritt erfolgt intravenös bereits nach 5 Minuten, oral nach 30 bis 60 Minuten, bei einer Halbwertszeit von 1 bis 2 Stunden und einer Wirkdauer von 4 bis 6 Stunden.

Empfehlungen

Laut DrugBank-Profil ergeben sich für Furosemid verschiedene klinische Anwendungsgebiete sowie wichtige pharmakologische Eigenschaften, die bei der Therapie beachtet werden sollten.

Indikationen

Das Profil nennt folgende Hauptindikationen für den Einsatz von Furosemid:

  • Akutes Lungenödem

  • Chronische Herzinsuffizienz mit Volumenüberladung

  • Ödeme infolge von Leber- oder Nierenerkrankungen

  • Akutes Nierenversagen (zur Aufrechterhaltung der Urinausscheidung)

  • Hypertensive Krise

Wichtige Wechselwirkungen

Es wird auf mehrere klinisch relevante Interaktionen hingewiesen:

  • Aminoglykoside: Synergistische Oto- und Nephrotoxizität

  • Digoxin: Erhöhtes Toxizitätsrisiko durch Hypokaliämie

  • Lithium: Erhöhte Lithiumspiegel

  • NSAR: Verminderte diuretische Wirksamkeit

  • ACE-Hemmer: Risiko einer Hypotonie nach der ersten Dosis

Nebenwirkungen

Zu den im Profil aufgeführten unerwünschten Wirkungen zählen Elektrolytstörungen wie Hypokaliämie und Hyponatriämie sowie Dehydratation und Hypotonie. Zudem kann es zu Hyperurikämie (Gicht), metabolischer Alkalose und bei hohen intravenösen Dosen zu Ototoxizität kommen.

Dosierung

Die Datenbank gibt folgende Dosierungshinweise für Furosemid an:

Applikationsweg / SituationDosierungAnmerkung
Oral (PO)20-80 mg/TagStandarddosierung
Intravenös (IV)20-40 mg BolusBei akuter Herzinsuffizienz
Intravenös (IV)bis zu 250 mgBei Nierenversagen

Zusätzlich wird eine Dosisäquivalenz angegeben. Demnach entsprechen 40 mg Furosemid einer Dosis von 10 bis 20 mg Torasemid.

Kontraindikationen

Laut Profil bestehen folgende Kontraindikationen für die Gabe von Furosemid:

  • Anurie (sofern refraktär gegenüber Diuretika)

  • Schwere Hypokaliämie oder Hyponatriämie

  • Hypovolämie und Dehydratation

  • Hepatische Enzephalopathie

ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein besonders wichtiger Aspekt aus dem pharmakologischen Profil ist das Risiko der Ototoxizität, welches insbesondere bei hohen intravenösen Dosen von Furosemid auftritt. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die gleichzeitige Gabe von Aminoglykosiden dieses ototoxische sowie das nephrotoxische Risiko synergistisch verstärkt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Profil tritt die Wirkung bei intravenöser Gabe bereits nach 5 Minuten ein. Bei oraler Einnahme beginnt die Wirkung nach 30 bis 60 Minuten.

Die Wirkdauer von Furosemid wird im Profil mit 4 bis 6 Stunden angegeben. Die Halbwertszeit beträgt 1 bis 2 Stunden.

Es wird vor einer Kombination mit ACE-Hemmern gewarnt. Hierbei besteht das Risiko einer ausgeprägten Hypotonie nach der ersten Dosis (First-Dose-Hypotonie).

Gemäß den Dosierungshinweisen entsprechen 40 mg Furosemid einer Dosis von 10 bis 20 mg Torasemid.

Furosemid kann eine Hypokaliämie verursachen. Laut Profil erhöht dieser Kaliummangel das Risiko für eine Digoxin-Toxizität.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: DrugBank: Furosemide - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.