AWMF2026

Epidermale Nekrolyse (SJS/TEN): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und die toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) sind seltene, aber lebensbedrohliche schwere kutane unerwünschte Arzneimittelwirkungen (SCAR). Sie sind durch eine ausgedehnte Apoptose der Keratinozyten gekennzeichnet, was zu einer großflächigen Ablösung der Epidermis führt.

Klinisch präsentieren sich SJS und TEN typischerweise mit schmerzhaften atypischen Zielscheibenläsionen, Blasenbildung und einer ausgeprägten Beteiligung der Schleimhäute. Die Erkrankungen stellen einen dermatologischen Notfall dar, der eine sofortige Intervention erfordert.

Diese Zusammenfassung basiert auf den Metadaten des AWMF-Leitlinienregisters. Da der vorliegende Quelltext (<2000 Zeichen) ausschließlich strukturelle Informationen enthält, wurde der Text um allgemeines medizinisches Hintergrundwissen zu Klassifikation, Diagnostik und Therapie ergänzt, um den klinischen Kontext zu verdeutlichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird dringend empfohlen, bei dem geringsten klinischen Verdacht auf ein SJS oder eine TEN sofort alle potenziell auslösenden Medikamente abzusetzen, da eine Verzögerung die Prognose und Mortalität der Betroffenen signifikant verschlechtert.

Häufig gestellte Fragen

Der Hauptunterschied liegt im Ausmaß der betroffenen Hautfläche. Das Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) betrifft weniger als 10 Prozent der Körperoberfläche, während die toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) bei über 30 Prozent Beteiligung diagnostiziert wird.

Zu den häufigsten Auslösern gehören Allopurinol, Antiepileptika (wie Carbamazepin oder Lamotrigin), bestimmte Antibiotika (insbesondere Sulfonamide) sowie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR). Die Reaktion tritt meist innerhalb der ersten Wochen nach Therapiebeginn auf.

Aufgrund des hohen Komplikationsrisikos und des großflächigen Hautverlustes wird eine Behandlung in spezialisierten Zentren empfohlen. Dies sind in der Regel Schwerbrandverletztenzentren oder spezialisierte dermatologische Intensivstationen.

Die Diagnose wird primär anhand des klinischen Bildes mit schmerzhaften Erythemen, Blasen und Schleimhautbeteiligung gestellt. Zur endgültigen Sicherung und zum Ausschluss anderer Erkrankungen wird in der Regel eine Hautbiopsie entnommen.

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Quelle: Diagnostik und Therapie der epidermalen Nekrolyse (Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch epidermale Nekrolyse) (SJS-TEN) (AWMF, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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