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Azathioprin in Schwangerschaft & Stillzeit (Embryotox)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf Embryotox Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Azathioprin ist in Schwangerschaft und Stillzeit als 'ACCEPTABLE' eingestuft.
  • Bei stabiler Grunderkrankung (z.B. CED, Autoimmunerkrankungen) sollte die Therapie fortgeführt werden.
  • Es besteht kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko, jedoch ein leicht erhöhtes Risiko für Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht.
  • Vor Therapiebeginn ist der TPMT-Status zu prüfen, die Maximaldosis liegt bei 2-2,5 mg/kg/Tag.
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Hintergrund

Azathioprin ist ein Immunsuppressivum, dessen Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit laut Embryotox als ACCEPTABLE eingestuft wird. Es kommt unter anderem bei Autoimmunerkrankungen, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und nach Transplantationen zum Einsatz.

Schwangerschaft

Die Therapie mit Azathioprin kann in der Schwangerschaft fortgeführt werden. Es besteht kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko beim Menschen. Das Risiko für eine Frühgeburt sowie ein niedriges Geburtsgewicht ist jedoch leicht erhöht.

PhaseEmpfehlungBegründung / Indikation
1. TrimenonBei stabiler Grunderkrankung fortführenDer Fetus kann 6-Mercaptopurin (6-MP) nicht zu toxischen Metaboliten umwandeln
2. und 3. TrimenonFortführenIndiziert bei Autoimmunerkrankungen, CED und nach Transplantation

Stillzeit

Die Anwendung von Azathioprin in der Stillzeit ist wahrscheinlich kompatibel. Es findet nur ein minimaler Transfer der aktiven Metaboliten in die Muttermilch statt.

Dosierung und Monitoring

Vor und während der Therapie sind spezifische Kontrollen erforderlich:

  • Vor Therapiebeginn: Zwingende Prüfung des TPMT-Status
  • Maximaldosis: 2 bis 2,5 mg/kg/Tag
  • Verlaufskontrollen (Monitoring):
    • Blutbild
    • Leberwerte
    • Fetales Wachstum

💡Praxis-Tipp

Prüfen Sie vor Therapiebeginn zwingend den TPMT-Status und überwachen Sie im Verlauf regelmäßig das mütterliche Blutbild, die Leberwerte sowie das fetale Wachstum.

Häufig gestellte Fragen

Ja, die Risikoeinstufung ist 'ACCEPTABLE'. Bei stabiler Grunderkrankung sollte die Therapie fortgeführt werden.
Ja, die Einnahme ist in der Stillzeit wahrscheinlich kompatibel, da nur ein minimaler Transfer aktiver Metaboliten stattfindet.
Es gibt kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Das Risiko für eine Frühgeburt und ein niedriges Geburtsgewicht ist jedoch leicht erhöht.
Die Maximaldosis liegt bei 2 bis 2,5 mg/kg/Tag.

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