Domperidon: Kardiale Risiken, Dosierung und Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Domperidon ist ein Dopamin-Antagonist, der aufgrund seiner antiemetischen Eigenschaften zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt wird.

Bereits im Jahr 2014 wurden die Indikationen, Dosierungen und die Anwendungsdauer von Domperidon aufgrund schwerwiegender kardialer Risiken europaweit eingeschränkt. Zu diesen Risiken zählen QTc-Verlängerungen, Torsade-de-Pointes-Tachykardien, schwere ventrikuläre Arrhythmien sowie der plötzliche Herztod.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) veröffentlichte 2019 diesen Drug Safety Mail (Rote-Hand-Brief), da Studien zeigten, dass die risikominimierenden Maßnahmen im klinischen Alltag oft nicht ausreichend bekannt sind. Diese Zusammenfassung basiert auf den Kerninformationen des Rote-Hand-Briefs.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die unkritische Kombination von Domperidon mit anderen QTc-verlängernden Medikamenten oder CYP3A4-Inhibitoren. Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor dieser Praxis, da sich das Risiko für lebensbedrohliche Arrhythmien wie Torsade-de-Pointes hierdurch unkalkulierbar erhöht.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Rote-Hand-Brief der AkdÄ ist die Anwendungsdauer auf den kürzest möglichen Zeitraum zu beschränken. Die absolute Höchstdauer der Behandlung beträgt eine Woche.

Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kg wird eine maximale Tagesdosis von 30 mg empfohlen. Diese sollte auf bis zu drei Einzeldosen von je 10 mg aufgeteilt werden.

Nein, der Rote-Hand-Brief stuft zugrunde liegende Herzerkrankungen wie die kongestive Herzinsuffizienz als absolute Kontraindikation ein. Dies dient der Vermeidung schwerer ventrikulärer Arrhythmien.

Die gleichzeitige Verabreichung mit QTc-verlängernden Arzneimitteln ist grundsätzlich kontraindiziert. Eine explizite Ausnahme nennt die AkdÄ lediglich für die Kombination mit Apomorphin bei Parkinson-Patienten.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Domperidon: Erinnerung an Maßnahmen zur Minimierung kardialer Risiken. (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.