Domperidon: Dosierung, QT-Zeit und Arrhythmie-Risiko

Diese Leitlinie stammt aus 2012 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2012)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Domperidon ist ein peripherer Dopaminantagonist, der als Prokinetikum zur symptomatischen Behandlung von Übelkeit, Erbrechen und Oberbauchbeschwerden eingesetzt wird. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) weist in einer Sicherheitswarnung auf ernstzunehmende kardiale Risiken hin.

Neuere Studien zeigen, dass die Einnahme mit einem etwa 1,5-fach erhöhten Risiko für schwerwiegende ventrikuläre Herzrhythmusstörungen und plötzlichen Herztod assoziiert ist. Der Mechanismus beruht auf einer Verlängerung der kardialen Repolarisation über den HERG-Kaliumkanal in den Herzmuskelzellen.

Diese elektrophysiologischen Effekte am Herzen ähneln denen von Klasse-III-Antiarrhythmika wie Amiodaron oder Sotalol. Bereits in der Vergangenheit wurden vergleichbare kardiotoxische Risiken bei dem verwandten, mittlerweile vom Markt genommenen Wirkstoff Cisaprid beobachtet.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die unkritische Kombination von Domperidon mit gängigen Antibiotika oder Antidepressiva. Die AkdÄ warnt ausdrücklich vor der gleichzeitigen Gabe mit Makroliden (wie Erythromycin), Fluorchinolonen (wie Moxifloxacin) oder Citalopram, da sich die QT-verlängernden Effekte lebensgefährlich summieren können. Es wird empfohlen, vor jeder Verordnung die Begleitmedikation auf CYP3A4-Inhibitoren und QT-Verlängerer zu prüfen.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ blockiert Domperidon den HERG-Kaliumkanal in den Herzmuskelzellen. Dies führt zu einer Verlängerung der kardialen Repolarisation und erhöht das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien.

Die Warnmeldung weist darauf hin, dass das Risiko für einen plötzlichen Herztod insbesondere bei Tagesdosen von über 30 mg ansteigt. Daher wird empfohlen, diese Dosisgrenze nach Möglichkeit nicht zu überschreiten.

Ein erhöhtes Risiko besteht gemäß der Publikation bei Personen über 60 Jahren sowie bei Vorliegen von Herzerkrankungen oder Elektrolytstörungen. Auch eine vorbestehende QT-Verlängerung stellt einen kritischen Risikofaktor dar.

Die AkdÄ rät von dieser Kombination ab. Da Citalopram ebenfalls die QT-Zeit verlängert, wird eine gleichzeitige Verordnung mit Domperidon nicht empfohlen.

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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Ventrikuläre Arrhythmien und plötzlicher Herztod im Zusammenhang mit Domperidon (AkdÄ, 2012). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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