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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

Curriculum Präventions-Assistenz: Leitlinie (DGK)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Nichtärztliche Präventions-Assistent*innen verbessern nachweislich die Einstellung kardiovaskulärer Risikofaktoren.
  • Das DGK-Zertifikat erfordert einen anerkannten Ausbildungskurs und mindestens 6 Monate praktische Tätigkeit.
  • Es müssen mindestens 75 dokumentierte Beratungsgespräche (Rauchen, Bewegung, Ernährung) nachgewiesen werden.
  • Die ärztliche Supervision muss durch einen entsprechend qualifizierten Kardiologen erfolgen.
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Hintergrund

Eine verbesserte Einstellung kardiovaskulärer Risikofaktoren führt zu einer signifikanten Reduktion der Morbidität und Mortalität durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Da im klinischen Alltag oft Defizite in der Langzeitprävention bestehen, hat sich der Einsatz von nichtärztlichen kardiovaskulären Präventions-Assistent*innen bewährt. Studien (wie die IPP-Studie) zeigen, dass diese Assistent*innen Ärzte entlasten, kosteneffizient sind und die Patientenbindung sowie die klinischen Ergebnisse im Langzeitverlauf verbessern.

Um einen einheitlichen und qualitativ hochwertigen Ausbildungsstandard in Deutschland zu etablieren, hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) das Curriculum „Kardiovaskuläre Präventions-Assistenz“ eingeführt. Es richtet sich an Personen in medizinischen Berufen (z. B. MFA, Pflegekräfte) sowie Absolventen gesundheitswissenschaftlicher Studiengänge.

Voraussetzungen für das Zertifikat

Für den Erhalt des Zertifikats müssen zwei zentrale Ausbildungspunkte nachgewiesen werden:

  1. Erfolgreiche Teilnahme an einem Ausbildungskurs an einer von der DGK anerkannten Institution.
  2. Nachweis praktischer Tätigkeiten unter Anleitung eines verantwortlichen Arztes.

Inhalte des Ausbildungskurses

Der Kurs vermittelt theoretisches und praktisches Wissen und schließt mit einer Lernerfolgskontrolle (LEK) ab. Er ist in fünf Thementage gegliedert:

KurstagSchwerpunkte der Ausbildung
Tag IGrundlagen der kardiovaskulären Prävention und der KHK (Pathophysiologie, Diagnostik, Therapie), praktische Übungen
Tag IIDie wichtigsten Risikofaktoren (Rauchen, Lipide, Inaktivität, Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes, psychosoziale Faktoren)
Tag IIILebensstil-Änderungen, motivierende Gesprächsführung, Stress-Management, Entspannungstraining
Tag IVPraktische Umsetzung der Risikofaktoren-Modifikation (z. B. gemeinsames Kochen, Einkaufstraining)
Tag VBevölkerungsbezogene Prävention, Präventions-Programme, Reanimationstraining, Lernerfolgskontrolle

Praktische Tätigkeiten

Die praktische Phase muss mindestens 6 Monate im Bereich der kardiovaskulären Prävention umfassen. In dieser Zeit müssen mindestens 75 Beratungsgespräche (Dauer jeweils >15 Minuten) dokumentiert werden. Die Dokumentation erfolgt anonymisiert und muss vom Kandidaten sowie dem Arzt abgezeichnet werden.

BeratungsthemaMindestanzahlGeforderte Inhalte
Rauchen≥ 25 GesprächeNichtmedikamentöse und medikamentöse Optionen der Tabakentwöhnung
Körperliche Aktivität≥ 25 GesprächeAufklärung, Anleitung zu mehr Aktivität, Rezept auf Bewegung, Motivationsstrategien
Gesunde Ernährung≥ 25 GesprächeAufklärung und Anleitung zu präventiv sinnvollen Ernährungskonzepten

Anforderungen an den verantwortlichen Arzt

Die Supervision muss durch einen Kardiologen erfolgen, der seine Qualifikation in der Präventivmedizin durch eines der folgenden Kriterien nachweist:

  • Sachkunde „Spezielle kardiovaskuläre Prävention der DGK“
  • „Kardiovaskulärer Präventivmediziner DGPR®“
  • Langjährige Tätigkeit (>5 Jahre) in der kardiovaskulären Präventionsmedizin plus Nachweis von ≥3 Fortbildungsveranstaltungen zur kardiovaskulären Prävention in den letzten 3 Jahren.

💡Praxis-Tipp

Beginnen Sie frühzeitig mit der strukturierten und anonymisierten Dokumentation der 75 geforderten Beratungsgespräche (inklusive Dauer und Inhalt), um Verzögerungen bei der Zertifikatsbeantragung bei der DGK zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Das Curriculum richtet sich an Personen mit medizinischer Ausbildung (wie Medizinische Fachangestellte oder Pflegekräfte) sowie an Absolventen von gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen.
Es müssen während der 6-monatigen Praxisphase mindestens 75 Beratungsgespräche von jeweils über 15 Minuten Dauer dokumentiert werden (jeweils mindestens 25 zu den Themen Rauchen, körperliche Aktivität und gesunde Ernährung).
Der verantwortliche Arzt muss Kardiologe sein und eine spezielle Qualifikation in der Präventivmedizin nachweisen (z. B. über die Sachkunde der DGK, der DGPR oder durch langjährige nachgewiesene Erfahrung).

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