Adipositas bei Typ-2-Diabetes: Therapie und Medikation
Hintergrund
Die DDG-Leitlinie betont, dass die Gewichtsreduktion ein integraler Bestandteil der Therapie des Typ-2-Diabetes ist. Bereits eine Gewichtsabnahme von mindestens 5 Prozent führt zu einer signifikanten Verbesserung der Blutzuckerwerte und diabetischer Komorbiditäten.
Als allgemeines Therapieziel wird eine Gewichtsstabilisierung im Normalgewichtsbereich (BMI 18,5 bis 24,9 kg/m²) angestrebt. Zudem dient der Taillenumfang als wichtiger Indikator für das kardiovaskuläre Risiko.
Bei einem BMI ab 25 kg/m² wird eine Gewichtsreduktion empfohlen. Bei einem BMI ab 35 kg/m² sollte laut Leitlinie ein Gewichtsverlust von mindestens 10 Prozent des Ausgangsgewichts angestrebt werden.
💡Praxis-Tipp
Nach einer bariatrischen Operation sinkt der Insulinbedarf durch die steigende Insulinsensitivität drastisch. Die Leitlinie empfiehlt, die Insulindosis postoperativ um 20 bis 50 Prozent zu reduzieren und engmaschige Blutzuckerkontrollen durchzuführen, um schwere Hypoglykämien zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie kann eine metabolische Chirurgie ab einem BMI von 35 kg/m² erwogen werden, wenn konservative Therapieziele nicht erreicht werden. Ab einem BMI von 40 kg/m² gilt die Operation als primäre Indikation.
Die Leitlinie empfiehlt GLP-1-Rezeptor-Agonisten (wie Semaglutid oder Liraglutid) und SGLT2-Inhibitoren als bevorzugte Kombinationspartner zu Metformin, wenn eine Gewichtsreduktion angestrebt wird. Diese Substanzklassen bewirken eine dosisabhängige Gewichtsabnahme.
Es wird eine Gewichtsreduktion von mindestens 5 Prozent des Ausgangsgewichts innerhalb von 6 bis 12 Monaten empfohlen. Bei einem BMI ab 35 kg/m² sollte laut Leitlinie ein Gewichtsverlust von mindestens 10 Prozent angestrebt werden.
Die Leitlinie empfiehlt die Durchführung eines 75-g-oGTT 6 bis 12 Wochen nach der Entbindung. Dieser Test sollte unabhängig davon erfolgen, ob die Mutter stillt oder nicht.
Es wird empfohlen, Metformin und SGLT2-Inhibitoren in den ersten 6 bis 12 Wochen nach dem Eingriff zu pausieren. Dies begründet die Leitlinie mit einem erhöhten Risiko für Laktatazidosen und Ketoazidosen in der frühen postoperativen Phase.
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Quelle: DDG: Download-Datei pdf (DDG, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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