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VEGF-Inhibitoren bei Zervixkarzinom: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Zervixkarzinom ist weltweit eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen bei Frauen. Für Patientinnen mit persistierendem, rezidivierendem oder metastasiertem Gebärmutterhalskrebs waren die konventionellen Behandlungsoptionen historisch stark limitiert.

Anti-angiogenetische Therapien bieten eine Alternative zur klassischen Chemotherapie. Sogenannte VEGF-Inhibitoren (Vascular Endothelial Growth Factor) blockieren das Wachstum neuer Blutgefäße und schränken so die Nährstoffversorgung und das Wachstum des Tumors ein.

Diese Zusammenfassung basiert auf einem Cochrane Review. Es wird die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener VEGF-Inhibitoren in Kombination mit Chemotherapie oder anderen zielgerichteten Therapien bewertet.

Empfehlungen

Der Cochrane Review bewertet verschiedene VEGF-Inhibitoren hinsichtlich ihres Überlebensvorteils und Nebenwirkungsprofils.

Bevacizumab

Die Kombination von Bevacizumab und Chemotherapie führt im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie möglicherweise zu einem geringeren Sterberisiko (Evidenz von niedriger Vertrauenswürdigkeit).

Gleichzeitig wird jedoch eine höhere Rate an spezifischen und schweren unerwünschten Ereignissen beobachtet. Die Kosteneffektivität wird mit 295.164 USD pro qualitätskorrigiertem Lebensjahr (QALY) angegeben.

Cediranib und Apatinib

Für Cediranib in Kombination mit Chemotherapie zeigt sich laut Review kein eindeutiger Überlebensvorteil gegenüber der alleinigen Chemotherapie.

Auch für Apatinib (mit Chemotherapie oder Brachytherapie) wird ein ähnliches Sterberisiko wie in der Kontrollgruppe beschrieben. Es treten jedoch vermehrt Hypertonie-Ereignisse auf.

Pazopanib

Der Review zeigt, dass eine Monotherapie mit Pazopanib im Vergleich zu Lapatinib zu einem ähnlichen Sterberisiko führt.

Die Kombination aus Pazopanib und Lapatinib ist mit einem höheren Sterberisiko verbunden als Lapatinib allein und verschlechtert die klinischen Endpunkte.

Vergleich der Therapieansätze

Wirkstoff(kombination)VergleichstherapieAuswirkung auf SterberisikoSpezifische Risiken
Bevacizumab + ChemotherapieChemotherapieVerringert (HR 0.77)GI-Perforationen, Thromboembolien, Hypertonie
Cediranib + ChemotherapieChemotherapieÄhnlich (HR 0.94)Sehr unsichere Datenlage
Apatinib + Chemo/BrachytherapieChemo/BrachytherapieÄhnlich (HR 0.90)Erhöhtes Hypertonie-Risiko
Pazopanib + LapatinibLapatinibErhöht (HR 2.71)Erhöhtes Hypertonie-Risiko
Pazopanib (Monotherapie)LapatinibÄhnlich (HR 0.96)Erhöhtes Hypertonie-Risiko

Kontraindikationen

Der Review warnt vor signifikanten Nebenwirkungen bei der Therapie mit Bevacizumab. Es wird eine erhöhte Inzidenz für folgende Ereignisse beschrieben:

  • Gastrointestinale Perforationen oder Fisteln (RR 18,00)

  • Schwere thromboembolische Ereignisse (RR 4,50)

  • Schwere Blutungen (RR 5,00)

  • Schwere Hypertonie (RR 13,75)

Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Kombination von Pazopanib und Lapatinib mit einer Verschlechterung der klinischen Endpunkte assoziiert ist.

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💡Praxis-Tipp

In der klinischen Praxis ist zu beachten, dass von den untersuchten VEGF-Inhibitoren lediglich Bevacizumab einen potenziellen Überlebensvorteil bietet. Dieser Nutzen geht jedoch mit einem deutlich erhöhten Risiko für gastrointestinale Perforationen und Thromboembolien einher. Von der Kombination aus Pazopanib und Lapatinib wird abgeraten, da sie das Sterberisiko signifikant erhöhen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review zeigt lediglich die Kombination von Bevacizumab mit einer Chemotherapie ein möglicherweise verringertes Sterberisiko. Die Evidenz hierfür wird jedoch als niedrig eingestuft.

Der Review beschreibt ein deutlich erhöhtes Risiko für gastrointestinale Perforationen, Fisteln, schwere Thromboembolien und Hypertonie. Auch schwere Blutungen treten unter Bevacizumab häufiger auf.

Die Datenlage unterstützt den Einsatz von Pazopanib nicht. Insbesondere die Kombination von Pazopanib mit Lapatinib ist laut Review mit einem höheren Sterberisiko verbunden und verschlechtert die Prognose.

Es wird kein eindeutiger Überlebensvorteil für Cediranib in Kombination mit Chemotherapie im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie beschrieben. Die Evidenz zu den Nebenwirkungen ist bei diesem Wirkstoff zudem sehr unsicher.

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Quelle: Cochrane Review: Vascular endothelial growth factor (VEGF) targeting therapy for persistent, recurrent, or metastatic cervical cancer (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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