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Glioblastom im Alter: Radiochemotherapie und Überleben

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ein Glioblastom ist ein aggressiver primärer Hirntumor mit schlechter Prognose. Die Inzidenz steigt insbesondere bei älteren Menschen an, wobei das Alter ein wichtiger negativer Prognosefaktor für das Gesamtüberleben ist.

Die Standardtherapie für jüngere Betroffene besteht aus einer maximalen chirurgischen Resektion, gefolgt von einer Radiochemotherapie (RCT) mit Temozolomid (TMZ). Für ältere Menschen ist diese intensive Behandlung oft mit einer höheren Toxizität verbunden.

Dieser Cochrane Review aus dem Jahr 2020 untersucht die Wirksamkeit und Verträglichkeit verschiedener Behandlungsansätze bei neu diagnostizierten Glioblastomen in der älteren Bevölkerung. Als Altersgrenze wurde in den meisten eingeschlossenen Studien ein Alter von 65 oder 70 Jahren definiert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review betont, dass das kalendarische Alter allein kein ausreichendes Kriterium für die Wahl der optimalen Therapie ist. Es wird hervorgehoben, dass auch bei älteren Menschen in gutem Allgemeinzustand eine aktive Radiochemotherapie erhebliche Überlebensvorteile gegenüber einer alleinigen Strahlentherapie bietet, sofern die höhere Rate an hämatologischen Nebenwirkungen klinisch toleriert wird.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review profitieren ältere Menschen in gutem Allgemeinzustand am meisten von einer Radiochemotherapie. Diese verlängert das Überleben im Vergleich zu einer alleinigen Strahlentherapie oder alleinigen Chemotherapie signifikant.

Ja, der Review zeigt, dass eine Strahlentherapie das Überleben im Vergleich zu einer rein palliativen Versorgung deutlich verlängert. Oft wird eine verkürzte (hypofraktionierte) Strahlentherapie eingesetzt, da diese ähnlich wirksam, aber schonender als die Standardbestrahlung ist.

Die Auswertung zeigt, dass Temozolomid das Risiko für schwere hämatologische Nebenwirkungen wie Neutropenie und Thrombozytopenie erhöht. Zudem ist das Risiko für thromboembolische Ereignisse im Vergleich zu einer alleinigen Strahlentherapie gesteigert.

Der Review kommt zu dem Schluss, dass es derzeit keine Rechtfertigung für den Einsatz von Bevacizumab außerhalb klinischer Studien gibt. Es konnte kein eindeutiger Überlebensvorteil nachgewiesen werden, während das Nebenwirkungsrisiko steigt.

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Quelle: Cochrane Review: Treatment of newly diagnosed glioblastoma in the elderly: a network meta-analysis (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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