Hepatorenales Syndrom Therapie: Cochrane Review
Hintergrund
Das hepatorenale Syndrom (HRS) ist definiert als Nierenversagen bei Personen mit Leberzirrhose, für das keine anderen Ursachen vorliegen. Zur Wiederherstellung des Flüssigkeitshaushalts wird häufig eine unterstützende Behandlung mit Albumin eingesetzt.
Weitere potenzielle Therapieansätze umfassen systemische Vasokonstriktoren wie Terlipressin-Analoga oder Noradrenalin sowie renale Vasodilatatoren. Auch interventionelle Verfahren wie der transjuguläre intrahepatische portosystemische Shunt (TIPS) oder Leberunterstützungsverfahren (MARS) kommen in Betracht.
Dieser Cochrane Review aus dem Jahr 2019 untersucht in einer Netzwerk-Metaanalyse die Vor- und Nachteile verschiedener Behandlungsstrategien. Die eingeschlossenen Studien weisen jedoch ein hohes Verzerrungsrisiko auf, weshalb die Evidenz als niedrig bis sehr niedrig eingestuft wird.
Empfehlungen
Der Cochrane Review vergleicht verschiedene medikamentöse Ansätze zur Behandlung des hepatorenalen Syndroms.
Mortalität und unerwünschte Ereignisse
Laut der Analyse gibt es keine Evidenz für einen Unterschied in der Gesamtmortalität zwischen den verschiedenen Interventionen (sehr niedrige Evidenzqualität). Auch bei der Rate an schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen oder der Notwendigkeit einer Lebertransplantation zeigten sich keine signifikanten Unterschiede.
Vergleich der Therapieregime
Die am häufigsten verglichenen Interventionen waren Albumin plus Terlipressin, Albumin plus Noradrenalin und Albumin als Monotherapie. Der Review hebt folgende Ergebnisse zur Erholung vom hepatorenalen Syndrom und zu Nebenwirkungen hervor:
| Intervention | Erholung vom hepatorenalen Syndrom | Unerwünschte Ereignisse |
|---|---|---|
| Albumin + Terlipressin | Höhere Erholungsrate im Vergleich zu Monotherapie | Referenzwert |
| Albumin + Noradrenalin | Keine signifikante Differenz zu Terlipressin | Geringere Anzahl pro Person im Vergleich zu Terlipressin |
| Albumin (Monotherapie) | Geringere Erholungsrate im Vergleich zu Terlipressin | Keine spezifischen Daten hervorgehoben |
| Albumin + Midodrin + Octreotid | Geringere Erholungsrate im Vergleich zu Terlipressin | Keine spezifischen Daten hervorgehoben |
Schlussfolgerungen für die Praxis
Aufgrund der aktuellen Datenlage lassen sich keine klaren Überlegenheiten bezüglich des Überlebens ableiten. Die Autoren des Reviews ziehen folgende zentrale Schlüsse:
-
Es gibt keine Evidenz für einen Überlebensvorteil durch eine der untersuchten Interventionen.
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Albumin plus Noradrenalin und Albumin plus Terlipressin stellen die vielversprechendsten Interventionen dar.
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Zukünftige Studien sollten verblindet sein und klinisch wichtige Endpunkte wie Lebensqualität und Erholung vom hepatorenalen Syndrom erfassen.
💡Praxis-Tipp
Bei der medikamentösen Therapie des hepatorenalen Syndroms zeigt die Kombination aus Albumin und Noradrenalin laut Review eine geringere Rate an unerwünschten Ereignissen pro Person als die Gabe von Albumin und Terlipressin. Hinsichtlich der reinen Erholungsrate der Nierenfunktion wird jedoch Terlipressin plus Albumin als überlegen gegenüber einer reinen Albumin-Monotherapie bewertet.
Häufig gestellte Fragen
Der Cochrane Review untersucht vor allem die Gabe von Albumin in Kombination mit Vasokonstriktoren wie Terlipressin oder Noradrenalin. Eine Kombinationstherapie zeigt dabei bessere Raten bei der Erholung der Nierenfunktion als Albumin allein.
Laut der vorliegenden Metaanalyse gibt es keine Evidenz dafür, dass eine der untersuchten Interventionen die Gesamtmortalität signifikant senkt. Die Evidenzqualität für diesen Endpunkt wird als sehr niedrig eingestuft.
Beide Substanzen gelten in Kombination mit Albumin als vielversprechend. Der Review deutet darauf hin, dass unter Noradrenalin weniger unerwünschte Ereignisse pro Person auftreten als unter Terlipressin.
Eine Monotherapie mit Albumin führt laut den Studiendaten seltener zu einer Erholung vom hepatorenalen Syndrom. Es wird eine Kombination mit Vasokonstriktoren wie Terlipressin favorisiert.
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Quelle: Cochrane Review: Treatment for hepatorenal syndrome in people with decompensated liver cirrhosis: a network meta-analysis (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.