Aphasie nach Schlaganfall: tDCS-Therapie und Ergebnisse
Hintergrund
Schlaganfälle gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für dauerhafte Behinderungen. Etwa ein Drittel der betroffenen Erwachsenen leidet bei der Krankenhausentlassung an einer Aphasie.
Die derzeitigen Strategien der Sprach- und Sprechtherapie (Logopädie) zeigen oft nur eine begrenzte Wirksamkeit bei der Verbesserung dieser Sprachstörungen. Daher wird nach ergänzenden Behandlungsansätzen gesucht.
Die nicht-invasive transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) stellt eine mögliche Zusatztherapie dar. Sie zielt darauf ab, die kortikale Erregbarkeit zu modulieren und so die Ergebnisse der logopädischen Standardtherapie zu verbessern.
💡Praxis-Tipp
Obwohl die tDCS in Studien die Benennung von Nomen verbessern konnte, fehlt der Nachweis für einen Nutzen in der alltäglichen funktionellen Kommunikation. Laut Cochrane Review wird der routinemäßige Einsatz der tDCS zur Aphasietherapie nach einem Schlaganfall in der klinischen Praxis derzeit nicht durch ausreichende Evidenz gestützt.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review gibt es keine Evidenz dafür, dass tDCS die funktionelle Kommunikation im Alltag verbessert. Die Ergebnisse zeigten keinen signifikanten Unterschied zur Scheinbehandlung.
Die Daten zeigen eine moderate Evidenz dafür, dass tDCS die Genauigkeit bei der Benennung von Nomen verbessern kann. Für die Benennung von Verben konnte dieser Effekt jedoch nicht nachgewiesen werden.
In den untersuchten Studien wurden keine schweren unerwünschten Ereignisse gemeldet. Die Rate an Nebenwirkungen und Studienabbrüchen war in der tDCS-Gruppe vergleichbar mit der Kontrollgruppe.
Derzeit wird der routinemäßige Einsatz von tDCS bei Aphasie nach einem Schlaganfall nicht unterstützt. Die Autoren betonen, dass weitere methodisch hochwertige Studien erforderlich sind, um den klinischen Stellenwert zu klären.
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Quelle: Cochrane Review: Transcranial direct current stimulation (tDCS) for improving aphasia in adults with aphasia after stroke (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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