Primäre progressive Aphasie (PPA): Therapie-Empfehlung
Hintergrund
Die primäre progressive Aphasie (PPA) macht etwa 43 Prozent der frontotemporalen Demenzen aus. Sie ist durch eine fortschreitende Beeinträchtigung der Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten gekennzeichnet. Es werden drei klinische Varianten unterschieden: die nicht-flüssige/agrammatische, die semantische und die logopenische/phonologische Form.
Aktuell existiert keine kurative Behandlung für die PPA. Die Erkrankung schreitet unaufhaltsam voran und hat schwerwiegende Auswirkungen auf den funktionellen Status und die Lebensqualität der Betroffenen.
Zur Linderung der Symptome werden verschiedene nicht-pharmakologische Interventionen untersucht. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract eines aktuellen Cochrane Reviews, der die Effekte von Sprachtraining und nicht-invasiver Hirnstimulation evaluiert.
💡Praxis-Tipp
Der Cochrane Review unterstreicht, dass es derzeit keine hochgradige Evidenz für die Auswahl nicht-pharmakologischer Therapien bei primärer progressiver Aphasie gibt. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Kombination aus transkranieller Gleichstromstimulation (tDCS) und spezifischem Sprachtraining zwar den Abruf trainierter Wörter kurzfristig verbessern kann, die Effekte auf untrainierte Begriffe im Alltag jedoch ungewiss bleiben.
Häufig gestellte Fragen
Es werden verschiedene Ansätze wie spezifisches Sprachtraining (Wortabruftraining) und nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren untersucht. Dazu gehören laut Review die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) und die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS).
Laut dem Cochrane Review gibt es vorläufige Hinweise, dass die Kombination aus aktiver tDCS und Sprachtherapie den Wortabruf für trainierte Begriffe verbessern kann. Die Evidenzbasis hierfür wird jedoch als sehr niedrig eingestuft.
Derzeit existiert keine kurative Behandlung für die primäre progressive Aphasie. Die Erkrankung schreitet kontinuierlich voran und führt zu einem zunehmenden Verlust der Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten.
Die Studienlage zu den Effekten auf untrainierte Begriffe ist gemischt. Der Review zeigt, dass Verbesserungen am konsistentesten bei den spezifisch im Training geübten Wörtern auftreten.
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Quelle: Cochrane Review: Non-pharmacological interventions for improving language and communication in people with primary progressive aphasia (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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