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TAVI vs. SAVR bei Aortenstenose: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die schwere Aortenklappenstenose ist weltweit eine der Hauptursachen für Morbidität und Mortalität. Die definitive Behandlung besteht in einem Aortenklappenersatz.

Bei Personen mit niedrigem chirurgischem Risiko wird die Wahl zwischen der Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) und dem offenen chirurgischen Aortenklappenersatz (SAVR) weiterhin kontrovers diskutiert.

Dieser Cochrane Review untersucht die kurzfristigen Vor- und Nachteile (bis zu 30 Tage nach dem Eingriff) beider Verfahren. Die Analyse basiert auf vier randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 2818 Teilnehmenden.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract des Reviews.

Empfehlungen

Der Cochrane Review vergleicht die kurzfristigen klinischen Endpunkte von TAVI und SAVR. Die Analyse zeigt ein differenziertes Nebenwirkungsprofil beider Verfahren.

Klinischer Endpunkt (Kurzzeit)Effekt der TAVI im Vergleich zu SAVREvidenzgrad
GesamtmortalitätKein relevanter UnterschiedModerat
Schlaganfall & MyokardinfarktKein relevanter UnterschiedModerat
VorhofflimmernSignifikant reduziertes RisikoHoch
Akute NierenschädigungSignifikant reduziertes RisikoHoch
BlutungsereignisseSignifikant reduziertes RisikoHoch
Schrittmacher-ImplantationSignifikant erhöhtes Risiko (NNTH = 7)Moderat

Mortalität und kardiovaskuläre Ereignisse

Es gibt im Kurzzeitverlauf wahrscheinlich keinen oder nur einen geringen Unterschied bezüglich der Gesamtmortalität zwischen den beiden Eingriffen. Auch bei Schlaganfällen, Myokardinfarkten und kardialem Tod wird eine vergleichbare Sicherheit beobachtet (moderate Evidenz).

Perioperative Komplikationen

Die Auswertung der Studiendaten ergibt, dass die TAVI im Vergleich zur offenen Operation das Risiko für Vorhofflimmern, akute Nierenschäden und Blutungen signifikant senkt (hohe Evidenz).

Als wesentlicher Nachteil der TAVI wird ein erhöhtes Risiko für die Implantation eines permanenten Herzschrittmachers beschrieben. Die Number Needed to Harm (NNTH) wird hierbei mit 7 angegeben.

Zudem wird berichtet, dass die TAVI möglicherweise das Risiko für eine kurzfristige Rehospitalisierung reduziert. Die Evidenz hierfür wird jedoch als niedrig eingestuft.

Langzeitverlauf

Die Autoren betonen abschließend, dass zwingend Langzeitdaten erforderlich sind. Diese werden benötigt, um die Haltbarkeit der Klappen und die langfristigen klinischen Ergebnisse in der Population mit niedrigem Operationsrisiko zu validieren.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Aufklärung über die Verfahrenswahl sollte das deutlich erhöhte Risiko für eine notwendige Herzschrittmacher-Implantation nach einer TAVI berücksichtigt werden. Laut Review steht diesem Risiko eine signifikante Reduktion von Vorhofflimmern, akuten Nierenschäden und Blutungen gegenüber.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es im Kurzzeitverlauf bis 30 Tage wahrscheinlich keinen Unterschied bei der Gesamtmortalität, Schlaganfällen oder Herzinfarkten. Beide Verfahren gelten in dieser Hinsicht als vergleichbar sicher.

Die Analyse zeigt, dass die TAVI im Vergleich zur offenen Operation das Risiko für die Implantation eines permanenten Herzschrittmachers signifikant erhöht. Die Number Needed to Harm liegt hier bei 7.

Der Review belegt mit hoher Evidenz, dass die TAVI das Risiko für Vorhofflimmern, akute Nierenschädigungen und Blutungen im Vergleich zur SAVR reduziert. Zudem ist der Krankenhausaufenthalt tendenziell kürzer.

Der vorliegende Review bewertet ausschließlich Kurzzeitergebnisse bis zu 30 Tagen. Die Autoren betonen, dass zur Beurteilung der langfristigen Klappenhaltbarkeit bei Patienten mit niedrigem Risiko weitere Langzeitdaten abgewartet werden müssen.

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Quelle: Cochrane Review: Transcatheter aortic valve implantation versus surgical aortic valve replacement for severe aortic stenosis in people with low surgical risk (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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