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Rauchstopp bei KHK: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Kardiovaskuläre Erkrankungen, insbesondere die koronare Herzkrankheit (KHK), gehören weltweit zu den führenden Todesursachen. Rauchen ist ein etablierter Hauptrisikofaktor für die Entstehung dieser Erkrankungen.

Trotz einer KHK-Diagnose raucht ein erheblicher Teil der Betroffenen weiter. Es wird angenommen, dass ein Rauchstopp die Endothel- und Thrombozytenfunktion wiederherstellt und so das Risiko für weitere Ereignisse senkt.

Dieser Artikel basiert auf einem Cochrane Review aus dem Jahr 2022. Die Meta-Analyse untersucht den Einfluss eines Rauchstopps auf die Sekundärprävention bei Personen mit bereits diagnostizierter KHK.

Empfehlungen

Der Cochrane Review formuliert basierend auf der Meta-Analyse von 68 Studien folgende Kernaussagen zur Sekundärprävention:

Primäre kardiovaskuläre Endpunkte

Laut Review ist ein Rauchstopp nach einer KHK-Diagnose mit einer signifikanten Risikoreduktion für primäre Endpunkte verbunden. Im Vergleich zu Personen, die weiterrauchen, zeigt sich:

  • Eine Reduktion der kardiovaskulären Mortalität um etwa 39 % (HR 0,61, moderate Evidenz)

  • Eine Reduktion schwerer unerwünschter kardiovaskulärer Ereignisse (MACE) um etwa 43 % (HR 0,57, niedrige Evidenz)

Sekundäre Endpunkte und Mortalität

Der Review belegt zudem positive Effekte auf weitere klinische Parameter. Es wird eine Risikosenkung für folgende Ereignisse beschrieben:

  • Gesamtmortalität (HR 0,60)

  • Nicht-tödlicher Myokardinfarkt (HR 0,64)

  • Nicht-tödlicher Schlaganfall (HR 0,70)

Lebensqualität

Die Autoren des Reviews betonen, dass ein Rauchstopp die Lebensqualität nicht verschlechtert. Es wird vielmehr eine tendenzielle Verbesserung der Lebensqualität bei Personen beobachtet, die das Rauchen aufgeben.

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💡Praxis-Tipp

Der Review unterstreicht, dass ein Rauchstopp nach einem kardiovaskulären Ereignis das Risiko für ein Rezidiv oder den Herztod um etwa ein Drittel senkt. Es wird hervorgehoben, dass diese Maßnahme neben der medikamentösen Sekundärprävention eine zentrale Rolle in der Prognoseverbesserung spielt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review reduziert ein Rauchstopp das Risiko für kardiovaskuläre Mortalität und weitere schwere Ereignisse (MACE) um etwa ein Drittel. Die Gesamtmortalität sinkt ebenfalls signifikant.

Der Review zeigt, dass ein Rauchstopp die Lebensqualität nicht negativ beeinflusst. Vielmehr deuten die Daten auf eine leichte Verbesserung der Lebensqualität nach dem Aufhören hin.

Es wird beschrieben, dass ein Rauchstopp die Endothelfunktion verbessert und die normale Thrombozytenfunktion innerhalb weniger Tage wiederherstellt. Dies reduziert laut Review die Wahrscheinlichkeit für Thrombosen und weitere kardiovaskuläre Ereignisse.

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Quelle: Cochrane Review: Smoking cessation for secondary prevention of cardiovascular disease (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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