Hypertonie: Indikation für ASS und Antikoagulanzien

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Cochrane Review (2022) untersucht den Nutzen von Thrombozytenaggregationshemmern und Antikoagulanzien bei Personen mit Bluthochdruck. Die häufigsten Komplikationen der Hypertonie, wie koronare Herzkrankheit und ischämischer Schlaganfall, sind oft auf Thrombosen zurückzuführen.

Daher wird evaluiert, ob eine antithrombotische Therapie diese Komplikationen verhindern kann. Der Review schließt Daten von über 61.000 Teilnehmenden aus sechs randomisierten kontrollierten Studien ein.

Es wird zwischen dem Einsatz in der Primärprävention und der Sekundärprävention unterschieden. Zudem wird das Risiko für schwere Blutungen als unerwünschtes Ereignis bewertet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review warnt davor, dass der kardiovaskuläre Nutzen von ASS in der Primärprävention bei Hypertonie durch ein signifikant erhöhtes Risiko für schwere Blutungen zunichtegemacht wird. Es wird betont, dass ein routinemäßiger Einsatz von ASS zur Primärprävention in dieser Gruppe keinen Überlebensvorteil bietet. Bei der Sekundärprävention zeigt ASS gegenüber Clopidogrel ein günstigeres Nutzen-Risiko-Profil hinsichtlich kardiovaskulärer Ereignisse und Blutungen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review senkt ASS zwar das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse, erhöht aber das Risiko für schwere Blutungen deutlich. Ein Überlebensvorteil konnte in der Primärprävention nicht nachgewiesen werden.

Die Daten zeigen, dass ASS im Vergleich zu Clopidogrel das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wahrscheinlich stärker senkt. Zudem ist unter Clopidogrel das Risiko für schwere Blutungen im Vergleich zu ASS erhöht.

Der Review stellt fest, dass direkte orale Antikoagulanzien (wie Apixaban oder Rivaroxaban) bei Personen mit Hypertonie bisher nicht in klinischen Studien ausreichend untersucht wurden. Es liegen hierzu keine belastbaren Daten vor.

Es gibt laut Meta-Analyse keine Evidenz dafür, dass Warfarin die Mortalität bei Personen mit Bluthochdruck in der Sekundärprävention im Vergleich zu ASS beeinflusst. Auch beim Blutungsrisiko zeigte sich kein Unterschied.

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Quelle: Cochrane Review: Antiplatelet agents and anticoagulants for hypertension (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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