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Fatigue nach Kinderkrebs: Prävalenz und Langzeitfolgen

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dank verbesserter Therapiestrategien steigen die Überlebensraten bei Krebserkrankungen im Kindesalter kontinuierlich an. Nach erfolgreichem Abschluss der onkologischen Behandlung entwickeln jedoch viele Betroffene Spätfolgen.

Eine häufige und stark einschränkende Spätfolge bei Überlebenden von Krebserkrankungen ist die schwere Fatigue. Während die Forschung bisher vor allem Krebserkrankungen im Erwachsenenalter fokussierte, untersucht dieser Cochrane Review (2020) gezielt die Situation nach kindlichen Tumoren.

Ziel der Auswertung war es, die Prävalenz der schweren Fatigue nach einer Kinderkrebsbehandlung zu ermitteln. Zudem wurden der Verlauf und mögliche Risikofaktoren für das Auftreten dieses Erschöpfungssyndroms analysiert.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Nachsorge von Überlebenden kindlicher Krebserkrankungen wird empfohlen, aktiv auf Anzeichen einer schweren Fatigue zu achten, da diese auch Jahre nach Therapieende persistieren kann. Es sollte berücksichtigt werden, dass eine begleitende Depression ein möglicher assoziierter Faktor für das Erschöpfungssyndrom ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review schwankt die berichtete Prävalenz extrem zwischen 0 % und 61,7 %. Die genaue Häufigkeit lässt sich aufgrund der schwachen Studienlage und hoher methodischer Heterogenität derzeit nicht verlässlich beziffern.

Die Auswertung zeigt, dass eine Depression möglicherweise mit dem Auftreten von Fatigue assoziiert ist. Faktoren wie das Alter bei der Krebsdiagnose oder das Bildungsniveau scheinen hingegen keinen Einfluss zu haben.

In den zwei eingeschlossenen Studien zu Hirntumoren lag die Prävalenz der schweren Fatigue bei 14,6 % beziehungsweise 21,1 %. Aufgrund der geringen Studienzahl ist die allgemeine Aussagekraft für diese Subgruppe jedoch limitiert.

Die Datenlage zum Verlauf ist sehr begrenzt. Eine Einzelstudie des Reviews ergab jedoch, dass bei fast einem Drittel der Betroffenen (31,4 %) die schwere Fatigue über einen Zeitraum von 2,7 Jahren persistierte.

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Quelle: Cochrane Review: Severe fatigue after treatment for childhood cancer (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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