PMS und PMDD: SSRI-Therapie und Dosierungsschemata

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) und die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD) beeinträchtigen viele Frauen im reproduktionsfähigen Alter. Die Symptome treten in der Lutealphase auf und verschwinden typischerweise mit dem Einsetzen der Menstruation.

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) werden zunehmend zur Behandlung dieser hormonell bedingten psychischen und physischen Beschwerden eingesetzt. Der aktuelle Cochrane Review aus dem Jahr 2024 untersucht die Evidenz zu Nutzen und Risiken dieser Therapie im Vergleich zu Placebo.

Es wird angenommen, dass SSRI die Serotonin-Signalübertragung verbessern, welche durch zyklusbedingte Hormonschwankungen gestört sein kann. Im Gegensatz zur klassischen Depressionsbehandlung tritt die Wirkung bei PMS und PMDD oft deutlich schneller ein.

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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Praxisaspekt ist der schnelle Wirkeintritt von SSRI bei prämenstruellen Störungen im Vergleich zur klassischen Depressionsbehandlung. Daher kann eine intermittierende Gabe (nur in der Lutealphase) eine wirksame Option sein, um die kumulative Medikamentenbelastung und mögliche Nebenwirkungen zu reduzieren. Dennoch zeigt die Evidenz, dass eine kontinuierliche Einnahme eine stärkere Symptomlinderung erzielt.

Häufig gestellte Fragen

Im Gegensatz zur Behandlung von Depressionen können SSRI bei prämenstruellen Störungen bereits innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen wirken. Dies ermöglicht laut Cochrane Review auch den Einsatz von intermittierenden Dosierungsschemata.

Die Meta-Analyse zeigt, dass eine kontinuierliche tägliche Einnahme wahrscheinlich wirksamer ist als eine reine Lutealphasen-Therapie. Die kontinuierliche Gabe sollte jedoch aufgrund möglicher Nebenwirkungen individuell abgewogen werden.

Zu den am häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Antriebslosigkeit (Asthenie) und ein starkes Schlafbedürfnis. Der Review gibt an, dass Übelkeit bei etwa einer von acht behandelten Frauen auftritt.

Vor dem Beginn einer SSRI-Therapie können Lebensstiländerungen, Vitaminpräparate oder hormonelle Behandlungen (wie orale Kontrazeptiva mit Drospirenon) versucht werden. Der Review erwähnt diese als mögliche erste therapeutische Schritte.

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Quelle: Cochrane Review: Selective serotonin reuptake inhibitors for premenstrual syndrome and premenstrual dysphoric disorder (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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