CochraneIa2024ChirurgieRadiologie

Unterschenkel-Angioplastie (BTK): Retrograder Zugang

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) betrifft etwa 12 bis 14 Prozent der Allgemeinbevölkerung, wobei die Prävalenz mit dem Alter ansteigt. Bei ein bis zwei Prozent der Betroffenen mit Claudicatio intermittens entwickelt sich über einen Zeitraum von fünf Jahren eine kritische Extremitätenischämie (CLI).

Ein Drittel der Personen mit einer kritischen Extremitätenischämie weist isolierte Läsionen unterhalb des Knies (Below-the-knee, BTK) auf. Diese isolierten Unterschenkelläsionen sind im Vergleich zu mehrstufigen arteriellen Erkrankungen mit einer höheren Rate an Amputationen assoziiert.

Zur Behandlung werden häufig endovaskuläre Verfahren wie die Angioplastie eingesetzt, um den Blutfluss zu verbessern und den Extremitätenerhalt zu sichern. Der technische Erfolg hängt maßgeblich davon ab, ob die Zielläsion erfolgreich passiert werden kann.

Bei dem konventionellen femoralen Zugangsweg kommt es bei isolierten Unterschenkelläsionen häufig zu einem Versagen der Läsionspassage. Ein retrograder distaler Zugang könnte hierbei Vorteile bieten, um die Erfolgsrate zu erhöhen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Obwohl der retrograde distale Zugang bei schwierigen Unterschenkelläsionen in der Praxis zunehmend diskutiert wird, weist der Cochrane-Review auf das vollständige Fehlen von randomisierten kontrollierten Studien hin. Es wird zudem hervorgehoben, dass die Versagerquoten beim konventionellen femoralen Zugang in der klinischen Realität oft höher sind als in der Literatur berichtet.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem aktuellen Cochrane-Review lässt sich diese Frage derzeit nicht evidenzbasiert beantworten. Es wurden keine randomisierten Studien gefunden, die den retrograden distalen mit dem femoralen Zugang vergleichen.

Der Review beschreibt, dass der konventionelle femorale Zugang bei isolierten Läsionen unterhalb des Knies (BTK) eine hohe Versagerquote bei der Läsionspassage aufweist. Ein retrograder distaler Zugang könnte anatomische und technische Vorteile bieten, um die Zielläsion erfolgreicher zu passieren.

Gemäß den Hintergrunddaten des Reviews entwickeln etwa ein bis zwei Prozent der Personen mit einer Claudicatio intermittens innerhalb von fünf Jahren eine kritische Extremitätenischämie (CLI). Bei einem Drittel dieser Fälle liegen isolierte Unterschenkelläsionen vor.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Retrograde distal access versus femoral access for below the knee angioplasty (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.