CochraneIa2024Psychiatrie

Stimulanzien-Konsumstörung: Psychosoziale Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Stimulanzien-Konsumstörung (z. B. durch Kokain oder Amphetamine) ist eine chronische Erkrankung mit weltweit steigender Prävalenz. Da derzeit keine zugelassenen medikamentösen Therapien zur Verfügung stehen, bilden psychosoziale Behandlungsansätze die therapeutische Basis.

Zu den häufigsten medizinischen und sozialen Folgen des Konsums zählen kardiovaskuläre Erkrankungen, psychotische Symptome sowie ein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten. Ein zentrales Problem in der klinischen Versorgung ist die hohe Rate an Behandlungsabbrüchen.

Der aktuelle Cochrane Review (2024) untersucht die Wirksamkeit verschiedener psychosozialer Interventionen bei Erwachsenen. Im Fokus stehen dabei Verfahren wie das Kontingenzmanagement, die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) und die motivierende Gesprächsführung.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Aspekt in der Therapie der Stimulanzien-Konsumstörung ist die hohe Rate an Behandlungsabbrüchen. Der Review zeigt, dass psychosoziale Interventionen, insbesondere das Kontingenzmanagement, die Patientenbindung signifikant verbessern. Es wird hervorgehoben, dass auch bei ausbleibender vollständiger Abstinenz ein Verbleib in der Therapie essenziell ist, um konsumassoziierte Risiken zu minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review ist das Kontingenzmanagement der am häufigsten evaluierte und vielversprechendste Ansatz. Dabei werden positive Verhaltensänderungen und Abstinenznachweise durch konkrete Anreize belohnt.

Derzeit gibt es keine zugelassenen pharmakologischen Therapien für diese Indikation. Die Leitlinien und Reviews verweisen daher primär auf psychosoziale Interventionen als Behandlungsstandard.

Die Meta-Analyse belegt mit hoher Evidenz, dass psychosoziale Behandlungen die Rate der Behandlungsabbrüche signifikant reduzieren. Dies gilt sowohl im Vergleich zu keiner Behandlung als auch gegenüber der Standardversorgung.

Die Datenlage zu Langzeiteffekten ist laut Review unsicher. Während am Behandlungsende positive Effekte auf die Abstinenzdauer messbar sind, zeigt sich beim längsten Follow-up oft kein signifikanter Unterschied mehr.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Psychosocial interventions for stimulant use disorder (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.