Diabetisches Fußsyndrom (DFS): Psychologische Therapie
Hintergrund
Das diabetische Fußsyndrom (DFS) stellt eine schwerwiegende Komplikation des Diabetes mellitus dar. Chronische Wunden heilen oft schlecht und weisen eine hohe Rezidivrate auf.
Psychische Belastungen und Stress können den Wundheilungsprozess physiologisch beeinträchtigen. Gleichzeitig erfordert die Prävention von Ulzera ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Selbstfürsorge.
Psychologische Interventionen zielen darauf ab, den Leidensdruck zu mindern und das Selbstmanagement zu fördern. Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2021 untersucht die Wirksamkeit solcher Ansätze auf die Wundheilung und Rezidivvermeidung.
💡Praxis-Tipp
Obwohl psychologische Faktoren die Wundheilung beim diabetischen Fußsyndrom beeinflussen können, fehlt es derzeit an robuster Evidenz für spezifische psychologische Interventionen. Es wird beschrieben, dass Behandler im klinischen Alltag individuell abwägen müssen, ob eine psychologische Mitbetreuung zur Förderung der Selbstfürsorge im Einzelfall sinnvoll ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review ist dies derzeit unklar. Die verfügbare Evidenz wird aufgrund methodischer Mängel und kleiner Fallzahlen als sehr niedrig eingestuft.
Der Review identifizierte Studien zu Beratungsgesprächen, Entspannungstraining, kognitiver Verhaltenstherapie und Motivationsförderung. Es konnte jedoch keine Überlegenheit eines bestimmten Verfahrens nachgewiesen werden.
Zu diesem Endpunkt liegen laut Review keine verwertbaren Daten aus randomisierten kontrollierten Studien vor. Die Auswirkungen auf größere oder distale Amputationen bleiben somit ungeklärt.
Es wird im Hintergrund des Reviews beschrieben, dass chronischer Stress die Kortisolausschüttung erhöht, was entzündungshemmend wirkt und die Wundheilung verzögern kann. Zudem kann psychische Belastung das Selbstmanagement der Betroffenen negativ beeinflussen.
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Quelle: Cochrane Review: Psychological interventions for treating foot ulcers, and preventing their recurrence, in people with diabetes (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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