CochraneIa2021DermatologieChirurgie

Ulcus cruris venosum: Kompressionstherapie & Behandlung

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Beingeschwüre sind offene Hautwunden am Unterschenkel, die Wochen, Monate oder Jahre andauern können. Die meisten dieser Geschwüre entstehen als Folge von Venenerkrankungen.

Bei venösen Beingeschwüren ist der Blutfluss in den Venen durch Venenschäden, Obstruktionen oder ein Versagen der Wadenmuskelpumpe beeinträchtigt. Dies führt zu einem erhöhten Druck in den Venen und letztlich zu Hautschäden.

Zur Erstbehandlung werden häufig Kompressionsverbände oder -strümpfe eingesetzt. Der vorliegende Cochrane Review untersucht die Wirksamkeit dieser Maßnahmen im Vergleich zu keiner Kompression.

Der Review beschreibt folgende Klassifikation für Kompressionsstrümpfe basierend auf dem Druck am Knöchel:

KlasseUnterstützungDruck am KnöchelIndikation
Klasse 1Leichte Unterstützung14-17 mmHgKrampfadern
Klasse 2Mittlere Unterstützung18-24 mmHgSchwere Varikosis, Prävention von venösen Ulzera
Klasse 3Starke Unterstützung25-35 mmHgSchwere chronische Hypertonie, Prävention von venösen Ulzera
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Review ist es essenziell, vor Beginn einer Kompressionstherapie eine arterielle Begleiterkrankung mittels Doppler-Ultraschall auszuschließen. Eine unerkannte arterielle Insuffizienz stellt ein erhebliches Risiko für ischämische Komplikationen unter Kompression dar. Zudem wird betont, dass die korrekte Anwendungstechnik und die Adhärenz maßgeblich für den Therapieerfolg sind.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review zeigt, dass die Zeit bis zur vollständigen Abheilung unter Kompressionstherapie signifikant verkürzt wird. Die Wahrscheinlichkeit für eine Heilung ist im Vergleich zu keiner Kompression etwa doppelt so hoch.

Ja, die Evidenz deutet darauf hin, dass das Tragen von Kompressionsverbänden oder -strümpfen die Schmerzen wahrscheinlich reduziert. Dies trägt laut Review auch zu einer möglichen Verbesserung der krankheitsspezifischen Lebensqualität bei.

Die Studienlage zu unerwünschten Ereignissen ist laut Review sehr unsicher. Es wird jedoch davor gewarnt, dass bei einer vorliegenden arteriellen Durchblutungsstörung ein zu hoher Kompressionsdruck zu einer Ischämie führen kann.

Dieser spezifische Review vergleicht lediglich Kompression mit keiner Kompression. Die Autoren weisen darauf hin, dass zukünftige Studien alternative Kompressionsverbände und -strümpfe direkt miteinander vergleichen sollten.

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Quelle: Cochrane Review: Compression bandages or stockings versus no compression for treating venous leg ulcers (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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