Diabetisches Fußsyndrom (DFS): Ernährung und Therapie
Hintergrund
Fußgeschwüre bei Menschen mit Diabetes sind schwer heilende Wunden, die mit einer hohen Morbidität und Mortalität einhergehen. Die Wundheilung erfordert einen erhöhten metabolischen Aufwand, weshalb der Ernährungszustand eine wichtige Rolle spielt.
Es wird angenommen, dass Nahrungsergänzungsmittel wie Proteine, Vitamine und Mineralstoffe den Heilungsprozess unterstützen können. Der vorliegende Cochrane Review (2020) untersucht die Wirksamkeit solcher Ernährungsinterventionen.
Die systematische Übersichtsarbeit schloss neun randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 629 Teilnehmenden ein. Ziel war es, den Effekt verschiedener Supplemente auf die Wundheilung, Amputationsraten und Lebensqualität zu bewerten.
💡Praxis-Tipp
Der Review betont, dass die routinemäßige Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln zur Förderung der Wundheilung bei diabetischen Fußgeschwüren derzeit nicht durch Evidenz gestützt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass indirekte Parameter wie die Reduktion von Wundlänge oder -tiefe nicht zwingend mit einer vollständigen Wundheilung gleichzusetzen sind.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review ist es derzeit unklar, ob proteinreiche Nährstoffgetränke die Heilung von Fußgeschwüren verbessern. Die vorhandenen Studien zeigen keinen signifikanten Unterschied zu Placebo.
Die Meta-Analyse fand keine belastbare Evidenz für den Nutzen von Zink- oder Magnesiumpräparaten. Die Vertrauenswürdigkeit der entsprechenden Studien wurde als sehr niedrig eingestuft.
Es ist laut Review unklar, ob Vitamin D die Wundheilung bei diabetischen Fußgeschwüren fördert. Auch der Vergleich unterschiedlicher Dosierungen (150.000 IE vs. 300.000 IE) lieferte keine eindeutigen Ergebnisse.
Der Review konnte nicht nachweisen, dass Ernährungsinterventionen die Rate an Amputationen senken. Die Datenlage reicht nicht aus, um einen präventiven Effekt zu bestätigen.
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Quelle: Cochrane Review: Nutritional interventions for treating foot ulcers in people with diabetes (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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