PPI bei NSAR: Prävention von Ulzera und Dyspepsie
Hintergrund
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Eine chronische Einnahme erhöht jedoch das Risiko für gastrointestinale Toxizität, die von leichter Dyspepsie bis hin zu schweren Ulkuskomplikationen wie Blutungen oder Perforationen reichen kann.
Protonenpumpeninhibitoren (PPI) werden häufig eingesetzt, um durch eine Reduktion der Magensäuresekretion einen gastroprotektiven Effekt zu erzielen.
Dieser systematische Cochrane Review (2025) untersucht die Evidenz zur Wirksamkeit von PPI bei der Prävention von Dyspepsie und Ulzera. Eingeschlossen wurden Personen mit einer chronischen NSAR-Einnahme von mindestens vier Wochen.
💡Praxis-Tipp
Obwohl PPI in der Praxis häufig als Standard-Magenschutz eingesetzt werden, zeigt der Review, dass die Evidenz für die Überlegenheit gegenüber anderen aktiven Wirkstoffen wie Misoprostol oder H2-Blockern sehr schwach ist. Es wird hervorgehoben, dass der klare Nutzen vor allem im Vergleich zu Placebo in der Reduktion inzidenter Ulzera belegt ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review reduzieren PPI im Vergleich zu Placebo wahrscheinlich das Auftreten von inzidenten Ulzera. Die Evidenzqualität für diese Aussage wird als moderat eingestuft.
Die Datenlage ist hier gemischt. Auf kontinuierlichen Skalen gemessen, führen PPI wahrscheinlich zu einer leichten Reduktion der Dyspepsie-Symptome, während die Effekte bei dichotomer Messung sehr unsicher sind.
Die aktuelle Evidenz reicht nicht aus, um diese Frage abschließend zu klären. Eine einzelne Studie deutet darauf hin, dass PPI im Vergleich zu Misoprostol mit mehr Ulzera, aber weniger unerwünschten Ereignissen assoziiert sein könnten.
Der Review zeigt, dass PPI im Vergleich zu Placebo möglicherweise Ulkuskomplikationen reduzieren. Die Evidenzqualität für diesen Endpunkt ist jedoch niedrig.
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Quelle: Cochrane Review: Proton pump inhibitors for the prevention of non-steroidal anti-inflammatory drug-induced ulcers and dyspepsia (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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