Primärversorgung bei psychischen Erkrankungen: Cochrane

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2021 evaluiert die Wirksamkeit von Interventionen durch primäre Gesundheitsfachkräfte (Primary-level Workers, PWs) bei psychischen Erkrankungen. Der Fokus liegt dabei auf Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs).

Diese gemeindebasierten Fachkräfte stellen eine wichtige Strategie dar, um Versorgungslücken in der psychiatrischen Betreuung zu schließen. Zu den untersuchten Berufsgruppen zählen primäre Gesundheitsberufe, Laienhelfer und nicht-medizinische Gemeindearbeiter.

Die Meta-Analyse umfasst 95 randomisierte kontrollierte Studien aus 30 Ländern. Verglichen wurden die PW-geleiteten Behandlungen oder Collaborative-Care-Ansätze mit der Standardversorgung (Usual Care).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review verdeutlicht, dass Interventionen durch primäre Gesundheitsfachkräfte bei Erwachsenen mit Depressionen oder Traumafolgestörungen gut wirksam sind, bei Kindern mit ähnlichen Diagnosen jedoch kaum Effekte zeigen. Es wird daher nahegelegt, bei pädiatrischen Patienten auch in ressourcenschwachen Settings primär nach fachärztlichen oder spezialisierten Versorgungsstrukturen zu suchen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review zeigen sich vielversprechende Effekte bei allgemeinen psychischen Erkrankungen, peripartaler Depression und posttraumatischen Belastungsstörungen bei Erwachsenen. Auch bei der Betreuung von Angehörigen von Demenzpatienten konnte eine Entlastung nachgewiesen werden.

Die Daten zeigen, dass Interventionen durch Laienhelfer das Risiko für schädlichen Alkohol- oder Substanzgebrauch wahrscheinlich leicht reduzieren können. Auf die vollständige Genesungsrate von der Suchterkrankung haben sie jedoch vermutlich wenig bis keinen Einfluss.

Der Review kommt zu dem Schluss, dass Interventionen durch Laienhelfer oder Gemeindearbeiter bei Kindern mit posttraumatischen Belastungsstörungen wahrscheinlich wenig bis keinen Effekt haben. Weder die Symptomlast noch die funktionelle Beeinträchtigung wurden signifikant verbessert.

Bei Erwachsenen mit schweren psychischen Erkrankungen können Collaborative-Care-Ansätze oder PHP-geleitete Interventionen die funktionelle Beeinträchtigung möglicherweise reduzieren. Die Vergleiche bezogen sich hierbei auf die fachärztliche Standardversorgung.

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Quelle: Cochrane Review: Primary-level worker interventions for the care of people living with mental disorders and distress in low- and middle-income countries (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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