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PAP-Therapie bei Herzinsuffizienz und CSA: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ischämische Herzerkrankungen und Herzinsuffizienz zählen weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Begleitend tritt bei Betroffenen häufig eine schlafbezogene Atmungsstörung auf, insbesondere die zentrale Schlafapnoe (CSA).

Frühere Daten deuteten darauf hin, dass eine Überdruckbeatmung (Positive Airway Pressure, PAP) die Überlebensrate bei Herzinsuffizienz und CSA deutlich erhöhen könnte. Neuere Studien zeigten jedoch für die adaptive Servoventilation (ASV) ein erhöhtes Risiko für die Gesamtmortalität und kardiovaskuläre Sterblichkeit.

Dieser systematische Cochrane Review aus dem Jahr 2019 analysiert die Effekte der PAP-Therapie (inklusive ASV und CPAP) bei Personen mit Herzinsuffizienz und zentraler Schlafapnoe. Die Auswertung basiert auf 16 randomisiert-kontrollierten Studien mit insgesamt 2125 Teilnehmern.

Empfehlungen

Der Cochrane Review fasst die Evidenz zur PAP-Therapie im Vergleich zur Standardversorgung zusammen. Die meisten eingeschlossenen Studien untersuchten Personen mit einer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF).

Klinische Endpunkte im Vergleich

Die Analyse vergleicht die Effekte der PAP-Therapie mit der Standardversorgung anhand verschiedener Parameter:

Klinischer EndpunktEffekt der PAP-Therapie vs. StandardversorgungEvidenzqualität
Kardiale MortalitätKein UnterschiedModerat
GesamtmortalitätUngewisser EffektSehr niedrig
Rehospitalisierung (allgemein/kardial)Kein UnterschiedNiedrig
LebensqualitätHinweis auf VerbesserungNiedrig

Laut der Analyse hat die PAP-Therapie keinen nachweisbaren Effekt auf die kardiale Mortalität oder die Rehospitalisierungsraten. Bezüglich der Gesamtmortalität bleibt der Nutzen der Überdruckbeatmung aufgrund sehr niedriger Evidenzqualität ungewiss.

Lebensqualität und unerwünschte Ereignisse

Die Auswertung zeigt Hinweise darauf, dass die PAP-Therapie die Lebensqualität der Betroffenen verbessern kann. Die Autoren schlussfolgern, dass eine Überdruckbeatmung bei Personen mit Herzinsuffizienz zu diesem Zweck erwogen werden kann.

In den Studien traten unerwünschte Ereignisse wie Herzstillstand oder eine Verschlechterung der Herzinsuffizienz auf. Die vorliegende Evidenz reicht jedoch nicht aus, um zu beurteilen, ob diese unter der PAP-Therapie häufiger auftreten als unter der Standardversorgung.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Indikationsstellung zur PAP-Therapie bei Herzinsuffizienz und zentraler Schlafapnoe sollte beachtet werden, dass diese Maßnahme primär der Symptomlinderung dient. Laut Cochrane Review gibt es keine belastbare Evidenz für eine Senkung der Mortalität oder der Rehospitalisierungsraten durch die Überdruckbeatmung. Der Fokus der Therapie liegt somit auf der potenziellen Verbesserung der Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review hat die PAP-Therapie keinen nachweisbaren Effekt auf die kardiale Mortalität. Der Einfluss auf die Gesamtmortalität ist aufgrund der sehr niedrigen Evidenzqualität derzeit ungewiss.

Die Auswertung der Studiendaten zeigt keinen Unterschied zwischen der PAP-Therapie und der Standardversorgung. Es wird keine signifikante Reduktion der allgemeinen oder kardial bedingten Rehospitalisierungen beschrieben.

Der primäre Nutzen der Therapie liegt in der Linderung von Symptomen. Der Review zeigt Hinweise darauf, dass die Überdruckbeatmung die Lebensqualität der betroffenen Personen verbessern kann.

Neuere Studien im Vorfeld des Reviews deuteten auf ein erhöhtes Mortalitätsrisiko unter ASV hin. Der aktuelle Review stellt fest, dass die Evidenz insgesamt nicht ausreicht, um sicher zu beurteilen, ob unerwünschte Ereignisse unter PAP-Therapien häufiger auftreten als bei der Standardversorgung.

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Quelle: Cochrane Review: Positive airway pressure therapy for the treatment of central sleep apnoea associated with heart failure (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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