Atemnotsyndrom (IRDS): CPAP-Therapie bei Frühgeborenen

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Atemnotsyndrom (Respiratory Distress Syndrome, RDS) stellt eine der Hauptursachen für Morbidität und Mortalität bei Frühgeborenen dar. Traditionell erfolgt bei progredienter respiratorischer Insuffizienz eine intermittierende Überdruckbeatmung (IPPV) mit Surfactant-Gabe.

Da die invasive Beatmung jedoch potenziell zu Atemwegs- und Lungenschäden führen kann, wird kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (CPAP) als schonendere Alternative eingesetzt. Ziel ist es, den Bedarf an invasiver Beatmung und deren Folgeerscheinungen zu reduzieren.

Dieser Cochrane Review untersucht die Effekte von CPAP im Vergleich zu Spontanatmung mit Sauerstoffgabe bei spontan atmenden Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom. Die Analyse umfasst fünf Studien mit insgesamt 322 Säuglingen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review zeigt, dass der Einsatz von CPAP zwar die Mortalität und den Beatmungsbedarf signifikant senkt, jedoch mit einem erhöhten Risiko für einen Pneumothorax einhergeht (Number Needed to Harm: 11). Es wird zudem betont, dass die Datenbasis teilweise veraltet ist, weshalb die Ergebnisse im Kontext der modernen Neonatologie kritisch interpretiert werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review ist der Einsatz von CPAP mit einer signifikant reduzierten Gesamtmortalität assoziiert. Die Number Needed to Treat (NNTB) wird hierbei mit 9 angegeben, bei moderater Evidenzqualität.

Die Analyse zeigt ein signifikant erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Pneumothorax unter CPAP-Therapie. Im Durchschnitt kommt es bei einem von 11 behandelten Säuglingen zu diesem unerwünschten Ereignis (NNTH 11).

Der Review fand keine Evidenz für einen signifikanten Unterschied bezüglich der bronchopulmonalen Dysplasie, welche als Sauerstoffabhängigkeit an Tag 28 definiert wurde. Die Evidenzqualität für diesen Endpunkt wird jedoch als sehr niedrig eingestuft.

Die Autoren des Reviews weisen darauf hin, dass die Übertragbarkeit auf die aktuelle klinische Praxis unklar ist. Dies liegt daran, dass drei der fünf analysierten Studien bereits in den 1970er Jahren durchgeführt wurden.

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Quelle: Cochrane Review: Continuous positive airway pressure (CPAP) for respiratory distress in preterm infants (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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