Nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD): Supplementierung
Hintergrund
Die nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD) ist durch eine Fettansammlung in der Leber gekennzeichnet, die nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum oder andere spezifische Ursachen bedingt ist. Die Prävalenz der NAFLD variiert weltweit zwischen 19 % und 33 %. Die Erkrankung kann zu schwerwiegenden Komplikationen wie Leberentzündung (NASH), Leberzirrhose und hepatozellulärem Karzinom führen und die Lebenserwartung verringern.
Zur Behandlung der NAFLD werden verschiedene Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine, Probiotika, Präbiotika und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFA) diskutiert. Es besteht jedoch Unsicherheit über deren tatsächlichen Nutzen und mögliche Risiken. Bislang wird kein spezifisches Nahrungsergänzungsmittel routinemäßig zur Behandlung der NAFLD empfohlen.
💡Praxis-Tipp
Bei Patienten mit nicht-alkoholischer Fettleber (NAFLD) sollte von der routinemäßigen Empfehlung von Nahrungsergänzungsmitteln (wie Vitamin E, PUFA oder Probiotika) zur Verbesserung klinischer Endpunkte abgesehen werden, da ein Nutzen nicht belegt ist und mögliche Risiken für unerwünschte Ereignisse bestehen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie gibt es derzeit keine Evidenz dafür, dass Vitamine, Probiotika oder andere Nahrungsergänzungsmittel die klinischen Endpunkte bei einer nicht-alkoholischen Fettleber verbessern.
Die Leitlinie zeigt keinen klinischen Nutzen von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA) bei NAFLD. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass die Einnahme von PUFA das Risiko für unerwünschte Ereignisse erhöhen könnte.
Derzeit wird laut Leitlinie kein spezifisches Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung der nicht-alkoholischen Fettleber empfohlen, da die Evidenz für deren Wirksamkeit und Sicherheit unzureichend ist.
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Quelle: Cochrane Review: Nutritional supplementation for nonalcohol-related fatty liver disease: a network meta-analysis (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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