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Musiktherapie bei Krebs: Evidenz zu Schmerz & Fatigue

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Eine Krebserkrankung geht häufig mit erheblichem emotionalen, körperlichen und sozialen Leiden einher. Zur Linderung von Symptomen und Behandlungsnebenwirkungen werden in der Supportivtherapie zunehmend musikbasierte Interventionen eingesetzt.

Der Cochrane Review (2021) unterscheidet dabei grundlegend zwischen zwei Ansätzen. Die Musikmedizin umfasst das reine Hören von vorab aufgezeichneter Musik, die von medizinischem Personal angeboten wird.

Im Gegensatz dazu wird die Musiktherapie von ausgebildeten Musiktherapeuten durchgeführt. Sie beinhaltet einen systematischen therapeutischen Prozess und individuell zugeschnittene Musikerlebnisse, die auch aktives Musizieren umfassen können.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Cochrane Review sollte bei der Implementierung von Musikinterventionen beachtet werden, dass das bloße Abspielen von Musik über Kopfhörer während Eingriffen kontraproduktiv sein kann, da die fehlende Kommunikation mit dem Arzt Ängste verstärken kann. Zudem zeigt die Evidenz, dass der Einsatz ausgebildeter Musiktherapeuten im Vergleich zu reiner Musikmedizin (z. B. CD-Hören) zu konsistenteren Ergebnissen bei der Symptomkontrolle und einer messbaren Verbesserung der Lebensqualität führt.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review zeigt, dass Musikinterventionen einen moderaten schmerzreduzierenden Effekt bei erwachsenen Krebspatienten haben können. Die Evidenz hierfür wird jedoch aufgrund methodischer Einschränkungen der zugrundeliegenden Studien als sehr niedrig eingestuft.

Laut Review wird Musiktherapie von ausgebildeten Therapeuten durchgeführt und beinhaltet einen interaktiven, individuell angepassten Prozess. Musikmedizin bezeichnet hingegen das reine Anbieten von vorab aufgezeichneter Musik durch medizinisches Personal ohne therapeutischen Rahmen.

Die Meta-Analyse deutet darauf hin, dass spezifisch die von Therapeuten durchgeführte Musiktherapie einen positiven Effekt auf die Lebensqualität hat. Für reine musikmedizinische Interventionen (z. B. Musikhören vom Band) konnte dieser Effekt nicht nachgewiesen werden.

Die Datenlage in der pädiatrischen Onkologie ist laut Review sehr begrenzt. Es gibt jedoch erste Hinweise darauf, dass Musikinterventionen auch bei Kindern zu einer Reduktion von Ängsten beitragen können.

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Quelle: Cochrane Review: Music interventions for improving psychological and physical outcomes in people with cancer (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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