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Motor Imagery bei Schlaganfall: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Schlaganfälle führen häufig zu anhaltenden motorischen Defiziten und Einschränkungen der Gehfähigkeit. Eine der wichtigsten Säulen der Rehabilitation ist die Wiederherstellung eines sicheren und schnellen Gangbildes, um die Unabhängigkeit im Alltag zu fördern.

Motor Imagery (MI) beschreibt die mentale Vorstellung einer Bewegung, ohne diese physisch auszuführen. Es wird angenommen, dass diese mentale Simulation ähnliche neuronale Netzwerke im Gehirn aktiviert wie die tatsächliche Bewegungsausführung und somit das motorische Lernen unterstützt.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2020 untersucht die Wirksamkeit von MI auf die Gangrehabilitation. Dabei wurden 21 randomisiert-kontrollierte Studien mit insgesamt 762 erwachsenen Schlaganfallpatienten in unterschiedlichen Erkrankungsstadien analysiert.

Empfehlungen

Der Cochrane Review fasst die Evidenz zur Anwendung von Motor Imagery (MI) in der Gangrehabilitation zusammen.

Auswirkungen auf die Gehfähigkeit

Laut dem Review zeigt sich ein möglicher kurzfristiger Nutzen von MI im Vergleich zu anderen Therapien, wenn es um spezifische Parameter geht.

  • Die Gehgeschwindigkeit kann durch MI kurzfristig verbessert werden (sehr niedrige Vertrauenswürdigkeit der Evidenz).

  • Für die allgemeine motorische Funktionsfähigkeit ergab sich kein Zusatznutzen durch MI im Vergleich zu Kontrolltherapien.

  • Auch bei der funktionellen Mobilität zeigte sich keine Überlegenheit der mentalen Bewegungsvorstellung.

Evidenzlage und Einschränkungen

Die Autoren betonen, dass die methodische Qualität der eingeschlossenen Studien oft mangelhaft war und die Teilnehmerzahlen gering ausfielen.

  • Es liegen keine ausreichenden Daten vor, um den Effekt von MI auf die Gehausdauer oder die Unabhängigkeit im Alltag zu beurteilen.

  • Ein Vergleich von MI mit Placebo oder keiner Intervention war aufgrund fehlender Studien nicht möglich.

  • Unerwünschte Ereignisse wurden in den Studien nicht beobachtet, die Datenlage hierzu wird jedoch als unzureichend beschrieben.

Übersicht der klinischen Endpunkte

EndpunktEffekt von Motor Imagery vs. KontrolltherapieVertrauenswürdigkeit (GRADE)
GehgeschwindigkeitKurzfristige Verbesserung möglichSehr niedrig
Motorische FunktionKein relevanter UnterschiedSehr niedrig
Funktionelle MobilitätKein relevanter UnterschiedSehr niedrig
GehausdauerNicht beurteilbar (unzureichende Daten)Keine Einstufung möglich
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💡Praxis-Tipp

Der Review weist darauf hin, dass Motor Imagery zwar als sichere Ergänzung in der Schlaganfallrehabilitation gilt, die Evidenz für einen klinischen Nutzen jedoch sehr schwach ist. Es wird hervorgehoben, dass sich ein möglicher positiver Effekt primär auf die kurzfristige Gehgeschwindigkeit beschränkt, während andere motorische Funktionen unbeeinflusst bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Motor Imagery ist eine Therapieform, bei der Patienten Bewegungsabläufe mental trainieren, ohne sie physisch auszuführen. Der Review beschreibt, dass dies die neuronalen Netzwerke aktivieren soll, um das motorische Wiedererlernen nach einem Schlaganfall zu fördern.

Laut den Daten kann die Intervention die Gehgeschwindigkeit kurzfristig verbessern. Die Vertrauenswürdigkeit dieser Evidenz wird von den Autoren jedoch als sehr niedrig eingestuft.

In den untersuchten Studien wurden keine unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit der Therapie beobachtet. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass die Berichterstattung zu diesem Endpunkt in den Primärstudien insgesamt mangelhaft war.

Der Review zeigt, dass die mentale Vorstellungskraft der herkömmlichen Therapie bei der motorischen Gesamtfunktion und der funktionellen Mobilität nicht überlegen ist. Ein möglicher Zusatznutzen beschränkt sich auf die isolierte Gehgeschwindigkeit.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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