Erythropoetin bei Frühgeborenen: Transfusionsprophylaxe

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Frühgeborene und Säuglinge mit niedrigem Geburtsgewicht weisen häufig niedrige Plasmaspiegel an Erythropoetin (EPO) auf. Dies begünstigt die Entstehung einer Anämie und erhöht den Bedarf an Erythrozytenkonzentraten.

Um Bluttransfusionen zu vermeiden oder zu behandeln, wird der Einsatz von erythropoese-stimulierenden Agenzien (ESA) wie EPO diskutiert. Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2019 untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit einer späten EPO-Gabe.

Als späte Gabe wird hierbei ein Therapiebeginn zwischen dem 8. und 28. Lebenstag definiert. Ziel der Auswertung war es, den Effekt auf die Transfusionshäufigkeit und mögliche Nebenwirkungen zu bewerten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Cochrane Review weist darauf hin, dass eine späte EPO-Gabe (ab Tag 8) eine Spenderexposition meist nicht verhindern kann, da der höchste Transfusionsbedarf in den ersten Lebenstagen besteht. Es wird stattdessen hervorgehoben, dass organisatorische Maßnahmen wie die Verwendung von Satellitenbeuteln (Aufteilung einer Spenderbluteinheit) effektiver sein können, um die Anzahl unterschiedlicher Blutspender für ein Frühgeborenes zu minimieren. Zudem wird vor einem möglichen Trend zu einem erhöhten Risiko für eine Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) gewarnt.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review reduziert die späte EPO-Gabe zwar die Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Transfusion sowie die Anzahl der Transfusionen pro Kind. Das insgesamt transfundierte Blutvolumen wird dadurch jedoch nicht signifikant gesenkt.

Die Meta-Analyse zeigt einen Trend zu einem erhöhten ROP-Risiko unter später EPO-Gabe, auch für schwere Stadien (Stadium 3 oder höher). Aufgrund der sehr niedrigen Evidenzqualität ist dieser Unterschied jedoch statistisch nicht signifikant.

In den untersuchten Studien wird die späte Initiation einer Therapie mit erythropoese-stimulierenden Agenzien als ein Behandlungsbeginn zwischen dem 8. und 28. Lebenstag definiert.

Der Review stellt fest, dass es keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Mortalität oder dem Auftreten einer nekrotisierenden Enterokolitis (NEC) gibt. Die Evidenzqualität für diese Endpunkte wird als moderat eingestuft.

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Quelle: Cochrane Review: Late erythropoiesis-stimulating agents to prevent red blood cell transfusion in preterm or low birth weight infants (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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