Chronische Nierenerkrankung bei Sichelzellanämie: Cochrane

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Sichelzellanämie ist eine schwere monogene Erkrankung, die zu erheblichen Endorganschäden führen kann. Eine häufige und potenziell schwerwiegende Komplikation stellt die chronische Nierenerkrankung (CKD) dar.

Die sogenannte Sichelzellnephropathie umfasst das gesamte Spektrum der renalen Komplikationen. Glomeruläre Schäden verursachen eine Mikroalbuminurie, die bereits im frühen Kindesalter auftreten kann und deren Prävalenz im Erwachsenenalter zunimmt.

Der Verlauf ist oft durch eine Progression zu Proteinurie und chronischer Niereninsuffizienz gekennzeichnet. Bis zu 12 % der Betroffenen mit einer Sichelzellnephropathie entwickeln laut Review eine terminale Niereninsuffizienz.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Behandlung der Sichelzellnephropathie sollte beachtet werden, dass die aktuelle Evidenzlage für medikamentöse Interventionen wie ACE-Hemmer oder Hydroxyurea zur reinen Nephroprotektion sehr schwach ist. Der Cochrane Review weist darauf hin, dass insbesondere bei normotensiven Personen mit Mikroalbuminurie der Nutzen von ACE-Hemmern in klinischen Studien bisher nicht eindeutig belegt werden konnte.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review ist es unklar, ob Hydroxyurea die Progression der Nierenerkrankung aufhält oder die glomeruläre Filtrationsrate verbessert. Es gibt jedoch Hinweise von niedriger Evidenz, dass der Wirkstoff die Fähigkeit zur Urinkonzentration bei Kleinkindern verbessern könnte.

Die aktuelle Studienlage lässt keine eindeutigen Schlüsse zu. Der Review zeigt, dass der Effekt von ACE-Hemmern auf die Reduktion der Proteinurie bei normotensiven Erwachsenen und Kindern mit Mikroalbuminurie derzeit unklar ist.

Nein, die Autoren des Reviews konnten keine randomisiert-kontrollierten Studien identifizieren, die den Effekt von Erythrozytentransfusionen auf die Prävention oder Reduktion von Nierenkomplikationen untersuchten.

Die Nierenbeteiligung ist eine häufige Komplikation. Der Text gibt an, dass bis zu 12 % der Personen, die eine Sichelzellnephropathie entwickeln, im Verlauf eine terminale Niereninsuffizienz erleiden.

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Quelle: Cochrane Review: Interventions for chronic kidney disease in people with sickle cell disease (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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