CochraneIa2020Kardiologie

Kardiogener Schock: Inotropika-Therapie und Evidenz

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der kardiogene Schock (CS) und das Low-Cardiac-Output-Syndrom (LCOS) stellen lebensbedrohliche Komplikationen nach einem akuten Myokardinfarkt, bei Herzinsuffizienz oder nach herzchirurgischen Eingriffen dar.

Während für andere akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine solide Evidenzbasis besteht, ist die medikamentöse Therapie der hämodynamischen Instabilität bei CS und LCOS wissenschaftlich weniger gut abgesichert.

Ein systematischer Cochrane Review aus dem Jahr 2020 analysierte daher die Wirksamkeit und Sicherheit von positiven Inotropika und Vasodilatatoren in diesem klinischen Setting. Die Analyse umfasst 19 randomisiert-kontrollierte Studien mit insgesamt 2385 Personen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

In der klinischen Praxis sollte beachtet werden, dass der routinemäßige Einsatz spezifischer Inotropika oder Vasodilatatoren beim kardiogenen Schock nicht durch robuste Mortalitätsdaten gedeckt ist. Die Wahl des Katecholamins oder Inotropikums basiert laut der aktuellen Datenlage auf einer sehr schwachen Evidenz, weshalb eine individuelle und kritische Nutzen-Risiko-Abwägung im intensivmedizinischen Alltag unerlässlich ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem aktuellen Cochrane Review gibt es keine überzeugenden Daten, dass ein spezifisches Inotropikum oder ein Vasodilatator die Mortalität bei kardiogenem Schock signifikant senkt. Die Evidenzqualität für alle untersuchten Wirkstoffe wird als niedrig bis sehr niedrig eingestuft.

Die Analyse zeigt beim Vergleich von Levosimendan und Dobutamin zwar ein relatives Risiko von 0,60 für die Kurzzeitmortalität, jedoch ist die Evidenzqualität niedrig. Eine klare Überlegenheit kann aufgrund der methodischen Schwächen der zugrundeliegenden Studien nicht abschließend bestätigt werden.

Die Studienlage zur medikamentösen Therapie der hämodynamischen Instabilität wird als unzureichend bewertet. Es wird betont, dass viele Studien ein hohes Verzerrungsrisiko aufweisen und dringend größere, gut designte randomisierte Studien benötigt werden.

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Quelle: Cochrane Review: Inotropic agents and vasodilator strategies for the treatment of cardiogenic shock or low cardiac output syndrome (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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