Inotropika: LCOS-Prophylaxe in der Kinderherzchirurgie
Hintergrund
Das Low-Cardiac-Output-Syndrom (LCOS) ist eine häufige und schwerwiegende Komplikation bei Kindern nach Operationen angeborener Herzfehler. Es betrifft bis zu 25 % der Patienten und ist mit einer erhöhten Morbidität, einer verlängerten Beatmungsdauer und einer längeren Verweildauer auf der Intensivstation verbunden.
Zur medikamentösen Prophylaxe werden Inotropika wie Katecholamine, Phosphodiesterase-III-Inhibitoren oder Calcium-Sensitizer eingesetzt. Ziel ist es, die myokardiale Kontraktilität zu verbessern und LCOS sowie Todesfälle in dieser vulnerablen Patientengruppe zu verhindern.
Dieser Artikel basiert auf einem Cochrane Review (2024), der die relative Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener prophylaktischer Inotropika untersucht. Die Evidenz stützt sich auf eine Netzwerkmetaanalyse von 13 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 937 pädiatrischen Patienten.
💡Praxis-Tipp
Der Cochrane Review zeigt, dass die prophylaktische Gabe von Levosimendan und Milrinon zwar das Risiko für ein Low-Cardiac-Output-Syndrom senkt, gleichzeitig aber mit einer verlängerten mechanischen Beatmungsdauer assoziiert ist. Zudem wird in den untersuchten Studien ein erhöhtes Risiko für Hypokaliämien unter Levosimendan sowie für Arrhythmien unter Milrinon beschrieben.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review führt Levosimendan im Vergleich zu Placebo wahrscheinlich zu einer starken Reduktion der Mortalität. Für Milrinon konnte kein Unterschied zur Placebogabe festgestellt werden.
Der Review zeigt, dass sowohl Levosimendan als auch Milrinon in Standarddosierung das Risiko für ein LCOS deutlich reduzieren. Auch niedrig dosiertes Milrinon kann das Risiko möglicherweise senken.
Die Analyse zeigt, dass die Dauer des Intensivaufenthalts durch Levosimendan, Milrinon oder Dobutamin wahrscheinlich nicht beeinflusst wird. Die Gesamtkrankenhausverweildauer wird durch Dobutamin wahrscheinlich sogar verkürzt.
Der Einsatz von Levosimendan und Dobutamin ist laut Review wahrscheinlich mit einer erhöhten Rate an unerwünschten Ereignissen verbunden. Bei Levosimendan traten vermehrt Hypokaliämien auf, während unter Milrinon häufiger Arrhythmien beobachtet wurden.
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Quelle: Cochrane Review: Inotropes for the prevention of low cardiac output syndrome and mortality for paediatric patients undergoing surgery for congenital heart disease: a network meta-analysis (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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