Schwangerschaftshypertonie: Imagination zur Therapie
Hintergrund
Bluthochdruck in der Schwangerschaft geht mit einem erhöhten Risiko für mütterliche und fetale Morbidität sowie Mortalität einher. Medikamentöse Therapien werden bei schweren Verläufen eingesetzt, können jedoch unerwünschte Wirkungen haben und die Plazenta passieren.
Die angeleitete Imagination ist eine nicht-medikamentöse Geist-Körper-Therapie. Sie nutzt die Visualisierung mentaler Bilder, um Entspannung zu fördern und potenziell den Blutdruck zu senken.
Der vorliegende Cochrane Review (2019) evaluierte die Wirksamkeit dieser Methode im Vergleich zu Ruhepausen in Stille. Ziel war es, den Einfluss auf den Blutdruck und perinatale Endpunkte strukturiert zu bewerten.
💡Praxis-Tipp
Der Review zeigt, dass nicht-medikamentöse Verfahren wie die angeleitete Imagination bei schwangerschaftsinduziertem Bluthochdruck derzeit nicht durch belastbare Evidenz gestützt werden. Es wird deutlich, dass bei behandlungsbedürftiger Hypertonie weiterhin etablierte, leitliniengerechte Therapiekonzepte herangezogen werden sollten.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review ist der Effekt der angeleiteten Imagination auf den Blutdruck unklar. Es gibt derzeit keine ausreichende Evidenz, die eine klinisch relevante blutdrucksenkende Wirkung belegt.
Die vorliegenden Daten von niedriger Vertrauenswürdigkeit zeigen keinen signifikanten Unterschied im Medikamentenverbrauch. Der Review kommt zu dem Schluss, dass die Intervention den Einsatz von Antihypertensiva nicht nachweislich reduziert.
Eine Hypertonie in der Schwangerschaft erhöht das Risiko für Präeklampsie, Eklampsie und Nierenversagen. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit für Frühgeburten und einen erhöhten intensivmedizinischen Betreuungsbedarf des Neugeborenen.
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Quelle: Cochrane Review: Guided imagery for treating hypertension in pregnancy (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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