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Bluthochdruck in der Schwangerschaft: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Bluthochdruck in der Schwangerschaft betrifft etwa zehn Prozent aller Schwangeren und birgt hohe Risiken für Mutter und Kind. Zu den schwerwiegenden Komplikationen zählen Präeklampsie, Eklampsie sowie Frühgeburten.

Medikamentöse Therapien können mit unerwünschten Wirkungen wie Kopfschmerzen oder verminderter Belastbarkeit einhergehen. Zudem passieren Antihypertensiva die Plazenta und können das ungeborene Kind beeinflussen.

Angeleitete Imagination ist eine nicht-medikamentöse Geist-Körper-Therapie, die durch die Visualisierung mentaler Bilder Entspannung fördern soll. Der vorliegende Cochrane Review (2019) untersucht, ob diese Methode den Blutdruck bei betroffenen Frauen wirksam senken kann.

Empfehlungen

Klassifikation hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen

Der Review zitiert die gängige Einteilung der hypertensiven Erkrankungen während der Schwangerschaft:

KlassifikationDefinition
Chronische HypertonieBesteht vor der Schwangerschaft oder tritt vor der 20. Schwangerschaftswoche auf
GestationshypertonieTritt nach der 20. Schwangerschaftswoche auf, ohne Proteinurie
Präeklampsie / EklampsieHypertonie und Proteinurie nach der 20. Schwangerschaftswoche (Eklampsie: mit Krampfanfällen)
PfropfgestoseChronische Hypertonie mit neu aufgetretener oder verschlechterter Proteinurie

Studienergebnisse zur angeleiteten Imagination

Laut Auswertung wurden zwei randomisiert-kontrollierte Studien mit insgesamt 99 Teilnehmerinnen eingeschlossen. Diese verglichen die angeleitete Imagination mit in Stille verbrachten Ruhepausen.

Die Analyse der Daten ergab folgende Resultate:

  • Zu den primären Endpunkten (schwere Hypertonie, schwere Präeklampsie, perinataler Tod) lieferten die Studien keine Daten.

  • Es zeigte sich Evidenz von niedriger Vertrauenswürdigkeit, dass die Intervention kaum oder keinen Einfluss auf den Einsatz von Antihypertensiva hat.

  • Das relative Risiko für die Nutzung von Blutdrucksenkern lag bei 1,27 (95 %-Konfidenzintervall 0,72 bis 2,22).

Schlussfolgerungen für die Praxis

Die Autoren schlussfolgern, dass die aktuelle Evidenzlage unzureichend ist, um eine klinische Anwendung zu rechtfertigen. Die Wirkung der angeleiteten Imagination zur Behandlung von Bluthochdruck in der Schwangerschaft bleibt unklar.

Es wird betont, dass große und gut konzipierte Studien erforderlich sind. Diese sollten sowohl kurz- als auch langfristige Endpunkte für die Gesundheit von Mutter und Kind untersuchen.

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💡Praxis-Tipp

Der Review verdeutlicht, dass alternative Entspannungsverfahren wie die angeleitete Imagination bei schwangerschaftsinduziertem Bluthochdruck derzeit nicht durch ausreichende Evidenz gestützt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass bei schweren Verlaufsformen weiterhin die etablierte medikamentöse Therapie im Vordergrund steht, um lebensbedrohliche Komplikationen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Angeleitete Imagination ist eine Geist-Körper-Therapie, bei der mentale Bilder visualisiert werden. Laut Review soll diese Methode die Entspannung fördern und potenziell den Blutdruck senken.

Der aktuelle Cochrane Review fand keine ausreichende Evidenz dafür, dass diese Methode den Einsatz von Antihypertensiva reduziert. Die Wirkung auf den Blutdruck bleibt aufgrund mangelnder Datenlage unklar.

Ein unbehandelter schwerer Bluthochdruck erhöht das Risiko für Präeklampsie, Eklampsie und Nierenversagen. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten und ein geringes Geburtsgewicht des Kindes.

Antihypertensiva können die Plazenta passieren und das ungeborene Kind beeinflussen. Zudem werden mütterliche Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und verminderte Belastbarkeit beschrieben, weshalb bei leichten Formen oft eine strenge Indikationsstellung erfolgt.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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