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Achalasie: Cochrane Review zu Fundoplicatio bei Myotomie

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Achalasie ist eine Motilitätsstörung der Speiseröhre. Die laparoskopische Heller-Myotomie (LHC) gilt als bevorzugte Behandlungsmethode. Dabei wird die Muskulatur des unteren Ösophagussphinkters durchtrennt, um die Dysphagie zu lindern.

Dieser Eingriff kann jedoch bei einigen Betroffenen zu starkem gastroösophagealem Reflux führen. Um diese Refluxsymptome zu verhindern, wird der Myotomie häufig eine Fundoplicatio hinzugefügt.

Dieser Cochrane Review untersucht, wie sich die zusätzliche Fundoplicatio auf postoperativen Reflux und Dysphagie auswirkt. Zudem werden verschiedene Techniken verglichen, um die optimale Methode zur Refluxkontrolle ohne Verschlechterung der Dysphagie zu ermitteln. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract des Reviews.

Empfehlungen

Der Cochrane Review analysiert die Evidenz aus acht randomisiert-kontrollierten Studien mit 571 erwachsenen Personen, bei denen eine LHC mit minimaler Hiatusdissektion durchgeführt wurde.

Vergleich der Operationstechniken

VergleichPostoperativer RefluxSchwere postoperative DysphagieEvidenzgrad
LHC + Dor vs. LHC ohne FundoplicatioUnklarer NutzenUnklares Risiko für VerschlechterungSehr niedrig / Niedrig
LHC + Dor vs. LHC + ToupetKaum bis kein UnterschiedKaum bis kein UnterschiedNiedrig
LHC + Dor vs. LHC + NissenKein nachweisbarer UnterschiedErhöhtes Risiko durch NissenNiedrig / Hoch
LHC + Dor vs. LHC + His-Winkel-AkzentuierungNicht berichtetÄhnliche ErgebnisseModerat

Kernaussagen zu den Verfahren

Die Autoren des Reviews formulieren folgende zentrale Ergebnisse:

  • Die Evidenz ist sehr unsicher, ob die Hinzunahme einer Dor-Fundoplicatio bei minimaler Hiatusdissektion den postoperativen Reflux kontrolliert oder das Dysphagie-Risiko erhöht.

  • Zwischen der Dor- und der Toupet-Fundoplicatio zeigt sich laut Review wahrscheinlich kaum ein Unterschied bezüglich Reflux oder Dysphagie (niedrige Evidenz).

  • Die Nissen-Fundoplicatio (totale Manschette) in Kombination mit einer LHC erhöht das Risiko für eine schwere postoperative Dysphagie signifikant (hohe Evidenz).

  • Die Akzentuierung des His-Winkels und die Dor-Fundoplicatio weisen eine ähnliche Rate an schweren postoperativen Dysphagien auf (moderate Evidenz).

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💡Praxis-Tipp

Der Review warnt implizit vor der Verwendung einer Nissen-Fundoplicatio (totale Manschette) in Kombination mit einer laparoskopischen Heller-Myotomie. Es wird mit hoher Evidenz belegt, dass diese Technik das Risiko für eine schwere postoperative Dysphagie signifikant erhöht.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review gibt es keine eindeutig überlegene Methode zur Refluxkontrolle. Es zeigt sich kaum ein Unterschied zwischen der Dor- und der Toupet-Fundoplicatio bezüglich Reflux und Dysphagie.

Die Evidenz hierfür ist laut Review sehr unsicher. Es bleibt unklar, ob die Hinzunahme einer Dor-Fundoplicatio bei minimaler Hiatusdissektion einen signifikanten Vorteil bei der Refluxkontrolle bietet.

Der Review zeigt mit hoher Evidenz, dass eine Nissen-Fundoplicatio in Kombination mit einer Heller-Myotomie das Risiko für eine schwere postoperative Dysphagie erhöht. Die totale Manschette stellt in diesem Kontext ein Risiko für Schluckbeschwerden dar.

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Quelle: Cochrane Review: Fundoplication in laparoscopic Heller's cardiomyotomy for achalasia (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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