Hypoglykämie: Glukose-Applikationswege in Erster Hilfe

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Cochrane Review untersucht die Wirksamkeit verschiedener Verabreichungswege von Glukose als Erste-Hilfe-Maßnahme bei symptomatischer Hypoglykämie. Hypoglykämien treten häufig bei Menschen mit Diabetes auf, können aber auch durch andere Ursachen bedingt sein.

In Erste-Hilfe-Situationen wird Glukose oft von den Betroffenen selbst oder von Laien verabreicht. Dabei stehen verschiedene enterale Wege zur Verfügung, wie die orale, bukkale oder sublinguale Gabe.

Die Evidenzqualität der eingeschlossenen Studien wird insgesamt als sehr niedrig eingestuft. Dies liegt an methodischen Mängeln, kleinen Stichprobengrößen und der teilweisen Untersuchung an gesunden Probanden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut dem Review sollte in der Ersten Hilfe bei einer Hypoglykämie primär die orale Glukosegabe bevorzugt werden, sofern die betroffene Person bei Bewusstsein ist und sicher schlucken kann. Es wird betont, dass alternative Wege wie die bukkale Gabe zu einem geringeren Blutzuckeranstieg führen können. Bei Bewusstseinstrübung wird aufgrund des Aspirationsrisikos von einer oralen Gabe abgeraten.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review konnte kein wesentlicher Unterschied zwischen Dextrose-Gel und oralen Glukosetabletten festgestellt werden. Beide Verabreichungsformen heben den Blutzuckerspiegel nach 20 Minuten vergleichbar an.

Der Review zeigt, dass die bukkale Verabreichung in die Wangentasche nach 20 Minuten zu niedrigeren Blutzuckerwerten führt als das direkte Schlucken von Glukose. Daher wird die orale Gabe bevorzugt, sofern keine Schluckbeschwerden vorliegen.

Es wird darauf hingewiesen, dass bei verändertem Bewusstseinszustand ein Aspirationsrisiko bei der oralen Gabe besteht. In solchen Situationen kann laut Review eine parenterale Verabreichung von Glukose oder Glukagon durch medizinisches Fachpersonal notwendig sein.

Die sublinguale Gabe von Zucker zeigte in den untersuchten Studien nur in einer sehr spezifischen Gruppe einen Vorteil gegenüber der oralen Gabe. Dies betraf ausschließlich Kinder mit Hypoglykämie und gleichzeitiger Malaria oder Atemwegsinfektion.

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Quelle: Cochrane Review: First aid glucose administration routes for symptomatic hypoglycaemia (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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